Costa Rica – das grüne Wunder

Während sich noch viele Industrienationen mit der Energiewende schwer tun, hat sie Costa Rica bereits grösstenteils vollzogen. Während 75 Tagen deckte das Land in Zentralamerika seinen Strombedarf komplett aus erneuerbaren Energien. Ab 2021 will das Land vollständig auf grünen Strom setzen.

Zwei Männer montieren auf einen Hausdach ein Solarpanel.

Bildlegende: Seit 2006 wurden 1,7 Milliarden US-Dollar in den Ausbau der erneuerbare Energien investiert. Keystone

Costa Rica könnte bald zum Modellfall für die Energiewende werden. 75 Tage am Stück habe man Anfang des Jahres den Elektrizitätsbedarf des gesamten Landes ausschliesslich aus regenerativen Energien gedeckt.

Als Blaupause für die grossen Industriestaaten kann das kleine Land mit gerade einmal 4,8 Millionen Einwohnern allerdings nur bedingt dienen. Denn es gibt kaum energie-intensive Industrien, die Wirtschaft ist vor allem von Tourismus und Landwirtschaft geprägt.

Zudem begünstigten gute Klimatische Bedingungen den grünen Rekord: Ungewöhnlich starke Regenfälle füllten die Stauseen bis zum Anschlag. Das half dem Land, in dem die Wasserkraft rund 80 Prozent der erneuerbaren Energien ausmacht, stark.

Gleichwohl verfolgt das Land eine ökologische Klimapolitik. Seit 2006 setzt Costa Rica konsequent auf Sonnenenergie, Windkraft und Geothermie.