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International Dämpfer für Hillary Clinton in West Virginia

Die US-Vorwahlen sind so gut wie zu Ende und es läuft auf ein Duell zwischen Clinton und Trump hinaus. Während der Republikaner nun freie Fahrt hat, kämpft die Demokratin noch mit ihrem zähen, parteiinternen Gegner.

Legende: Video Sanders gewinnt, macht aber kaum Boden gut abspielen. Laufzeit 01:19 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 11.05.2016.

Hillary Clintons Weg zur Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bleibt lang und steinig. In der Nacht zum Mittwoch hat die Ex-Aussenministerin die Vorwahl im Bundesstaat West Virginia gegen Bernie Sanders verloren. Der Senator von Vermont lag laut US-Medien uneinholbar gegen Clinton vorne.

Da die Delegierten des Staates für das Gesamtrennen aber anteilig der gewonnenen Stimmen verteilt werden, hat Sanders gegen Clinton kaum Boden gut machen können. In West Virginia ging es nur um insgesamt 29 Delegierte.

Clinton liegt insgesamt weiter mehrere hundert Delegiertenstimmen vor ihrem Konkurrenten. Dennoch machen Niederlagen in einzelnen Bundesstaaten Clintons Wahlkampf und Image zu schaffen.

Freie Fahrt für Trump

Bei den Republikanern gewann Donald Trump die Wahlen in West Virginia und im Bundesstaat Nebraska. Er hat keinen Gegenkandidaten mehr, seitdem sich nach der jüngsten Vorwahl in Indiana seine Konkurrenten Ted Cruz und John Kasich zurückgezogen hatten. Dennoch bekamen die beiden Aussteiger am Dienstag zusammen niedrige zweistellige Zustimmung. Die Demokraten haben in Nebraska bereits im März gewählt.

Trump nähert sich mit den am Dienstag gewonnenen Delegierten der Schwelle von 1237: Das ist die Mehrheit aller Delegierten, die über Monate in den Vorwahlen aller Bundesstaaten erreicht werden muss, um sich die Kandidatur zu sichern. Der umstrittene New Yorker Milliardär und politische Quereinsteiger Trump war bereits vor diesem Wahldienstag der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner.

Sanders spielt Trump in die Hand

Für Sanders bleibt das Rennen um die Kandidatur seiner Partei rechnerisch beinahe aussichtslos. Er müsste bei den verbleibenden Wahlen rund 66 Prozent aller Delegierten holen, um Clinton einzuholen. Ausserdem müsste er die Mehrheit der so genannten Superdelegierten auf seine Seite ziehen. Von diesen haben aber die allermeisten bereits erklärt, für Clinton stimmen zu wollen.
Clintons Problem und Sanders' Antrieb sind aber auch neue Umfragen, in denen Sanders in einem direkten Vergleich mit Donald Trump klar besser abschneidet. Der nächste Wahltag ist der kommende Dienstag. In Oregon stehen Abstimmungen beider Parteien an, in Kentucky wählen nur die Demokraten.

Legende:
Ergebnisse der US-Vorwahlen (Stand 11. Mai 2016) Bei den Republikanern (Rot) werden 1237 Delegiertenstimmen benötigt, um als Kandidat nominiert zu werden. Bei den Demokraten (Blau) sind es 2383. Bei den Demokraten wählen auch 712 «Superdelegierte» mit (Amtsträger, lokale Parteipräsidenten etc). Sie sind frei, wen sie unterstützen. Washington Post

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12 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Ich hoffe sehr, dass Trump Präsident wird. Man sieht ja in der ganzen Welt, dass die heutige Polit-Elite das Chaos auf der Erde verursacht. Also brauchen wir neue Leute, mit neuen Ideen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass heute Leute, Politiker, Mitarbeiter mit dem Wunsch nach Gerechtigkeit +Ordnung sofort "gebodigt" werden.Trump sagt, dass er den heutigen Filz +die Korruption in Politik +Wirtschaft beenden will. Ich verstehe nicht, warum man nicht gut findet, wenn er das eigene Volk liebt!
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    1. Antwort von Albert Planta (Plal)
      Bravo! Das ist Ironie vom feinsten..........
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  • Kommentar von Bruno Vogt (b.vogt)
    Clinton ist nicht so beliebt wie die Medien sie porträtieren. Eine von Macht besessene Frau die Spendengelder von Investment Banken akzeptiert und danach auf Wahlkampfveranstaltungen diese verurteilt, ist nicht glaubwürdig. Ihre E-Mail Affaire, bei der sie zur Zeit noch vom FBI untersucht wird und der Vorfall in Benghazi, der unter ihrer Federführung stattfand, erachtet sie als belanglos. Viele Amerikaner erkennen dies und wählen Sanders, diese Frau im weissen Haus wäre eine Katastrophe.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ja, da stimme ich Ihnen zu. Clinton wird als kalte, berechnende und eiserne Frau wahrgenommen - von vielen.
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  • Kommentar von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
    Verstehe nicht ganz wiso so viele den Eindruck haben Clinton wäre irgendwie besser als Trump... Ich finde beide genau gleich schlimm. Beide werden vor allem ihr Eigeninteresse im Blick haben.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      @Fuchs. Ich schätze, Clinton könnte ihre eigenen Interessen nicht durchbringen. Sie ist mE erpressbar durch ihre verschiedene Affären. Erinneren Sie sich an den Fall DSK, den ehem. Präsident des IWF? Er wurde vorverurteilt - und abgesetzt, denn er wollte den Banken Regeln aufzwingen. Eine zerstörte Karriere. Die Finanz- und Waffenlobby, also der stärkste Teil der US-Wirtschaft, werden wahrscheinlich über Clinton regieren, sofern nicht Trump das Rennen macht.
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    2. Antwort von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
      Ich glaube da unterschätzen Sie Clinton ein wenig... ;) Sie hat Jahrzehnte Erfahrungen darin sich außerhalb des Rampenlichts mit den richtigen Leuten zu "arrangieren" ganz egal was Sie dann in der Öffentlichkeit zum besten gibt.
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    3. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Ja, genau. Ich glaube, wir reden vom selben Umstand. Clinton wird sich mit allen möglichen Lobbies "arrangieren" MÜSSEN, sollte sie Präsidentin werden, denn sonst würde sie wahrscheinlich rasch wieder von der Macht entfernt werden, nötigenfalls durch einen verrückt gewordenen Einzeltäter - ähnlich wie JFK.
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