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Dank Olympischen Spielen Südkorea lädt Nordkorea zu Gespräch ein

Das erste Mal seit zwei Jahren könnte es zu einem Treffen zwischen der nord- und der südkoreanischen Regierung kommen.

Legende: Video Mögliche Gespräche zwischen Nord- und Südkorea abspielen. Laufzeit 01:14 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 02.01.2018.

Südkorea will auf ein Angebot des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-Un eintreten. Kim hatte in seiner Neujahrsansprache am Montag angeboten, eine Delegation an die Olympischen Spiele in der grenznahen südkoreanischen Provinz Gangwon zu schicken. Er meinte, dass sich die beiden Länder vorab darüber austauschen sollten.

Das Angebot an Südkorea knüpfte Kim jedoch an weitere Drohungen in Richtung des südkoreanischen Verbündeten USA. Die gesamten USA seien in Reichweite nordkoreanischer Atomwaffen, betonte Kim.

Erstes Treffen seit zwei Jahren

Trotz der Drohungen schlug der südkoreanische Vereinigungsminister Cho Myong Gyon ein Treffen im Grenzort Panmunjom vor. Gyon hoffe, dass die beiden Seiten nebst den Olympischen Winterspielen auch die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen zum Thema machen würden.

Laut der südkoreanischen Regierung wäre es das erste Treffen der beiden Länder seit über zwei Jahren. Es solle auf der Ebene von Ministern und Vizeministern stattfinden.

Auch der Präsident Südkoreas, Moon Jae In, begrüsste das Gesprächsangebot Kim Jong-Uns. Er deutete aber an, dass eine Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen nicht von der Lösung des Atomstreits mit Nordkorea getrennt werden könne.

Abbau des Atomprogramms hat Priorität

Moon wies das Aussenministerium nach Berichten südkoreanischer Sender an, sich eng mit den Alliierten und der internationalen Gemeinschaft darüber abzustimmen, wie die Verbesserung des innerkoreanischen Verhältnisses und eine Beilegung des Atomstreits «zu gleicher Zeit» behandelt werden könnten. Südkorea verlangt wie die USA von Nordkorea einen überprüfbaren Abbau des Atomprogramms.

Die Lage in der Region ist nach zahlreichen Raketentests durch Nordkorea und einem weiteren Atomtest des Landes im September sehr angespannt. Moon hatte Nordkorea im vergangenen Juli Militärgespräche über Schritte zur Entspannung vorgeschlagen. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un war aber nicht darauf eingegangen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Vielleicht sieht Kim nun doch endlich ein, dass Präsident Trump nicht den "Schwanz" einziehen wird, so wie das die restliche Welt tut. Genau so wie Kim reagieren Kinder die durch antiautoritäre Erziehung aufwachsen. Sie fahren mit ihrem "Terror" weiter, weil sie ja immer wissen, dass wenn sie sich weiter auflehnen, die Eltern dann am Ende sicher noch nachgeben werden. Es ist Zeit, dass man Kim zeigt, dass die "Kuschelpolitik" von Obama, Merkel und dem Papst nicht mehr durch alle getragen wird.
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  • Kommentar von ROLAND BONT (Roman Benz)
    nordkorea wird hochgeschaukelt. auch in iran plötzlich aufstände, anscheinend wackelt die regierung. saudiarabien kommt innenpolitisch unter druck. die usa wird von china als weltmacht untergraben. warum müssen wir genau diese länder genau beobachten. dies hat einen tieferen zusammenhang als wir uns vorstellen. mehr bei derkursstimmt. die usa ist mit seinen 21 billionen usd staatsschulden geschwächt. das seit den 70-er jahren gülitge-papiergeldsystem steht vor dem ende
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Gemeinsame Gespräche sind der Schlüssel zu Frieden - das gilt nicht nur für Familien und "normale Menschen" sondern auch für alle Politiker der ganzen Welt.
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