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Anschlag in Manchester «Das Konzert besuchten vor allem Kinder und Jugendliche»

Alles deutet auf eine Schrapnell-Bombe, sagt Korrespondent Alioth. Theresa May könnte Vorteile aus der Lage ziehen.

SRF News: Was weiss man über die Explosion in Manchester?

Martin Alioth: Sie ereignete sich unmittelbar nach Ende des Konzerts, etwa um 23.30 Uhr Schweizer Zeit am Montagabend. Schauplatz war die Manchester Arena, ein Hallenstadion am Nordrand der Innenstadt von Manchester. Die Explosion – möglicherweise waren es sogar zwei oder drei Explosionen – ereigneten sich im Foyer des Stadions bei den Ticketschaltern, wo Eltern und Grosseltern auf ihre Kinder warteten. Die Halle fasst rund 21'000 Besucher und war nahezu ausverkauft. Bei den Besuchern handelte es sich mehrheitlich um Kinder und Jugendliche.

Die Polizei vermutet einen Terroranschlag. Was weiss man über die Hintergründe?

Augenzeugen berichten, sie hätten Schrauben und Muttern nach der Explosion im Foyer herumliegen sehen. Das deutet auf eine Schrapnell-Bombe hin. Schon in der Nacht hatte es aus US-Nachrichtendienst-Quellen geheissen, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt. Auch die BBC meldet inzwischen, es könnte ein Terroranschlag gewesen sein, bei dem der Attentäter ums Leben gekommen sei.

In zwei Wochen stehen in Grossbritannien Wahlen an. Welche Auswirkungen könnte der vermutete Anschlag haben?

Polizisten in gelben Jacken.
Legende: Grossaufgebot in Manchester nach dem vermuteten Anschlag. Keystone

Das ist schwierig zu sagen. Für heute zumindest ist der Wahlkampf suspendiert, der Krisenstab der britischen Regierung wird sich unter Premierministerin Theresa May in London treffen. Ich gehe davon aus, dass eine wieder antretende Premierministerin, die ihren Wahlkampf unter das Motto «starke und stabile Führung» («Strong and stable Leadership») stellt, von einer derartigen Situation politisch eher Vorteile zieht. Dies vor allem auch, weil ihr Gegner, Labour-Chef Jeremy Corbyn, in der Vergangenheit etwas zwielichtige Sympathien für Terrorgruppen wie die IRA oder palästinensische Gruppen an den Tag legte.

Das Gespräch führte Salvador Atasoy.

Martin Alioth

Porträt Martin Alioth

Der Grossbritannien- und Irland-Korrespondent von Radio SRF lebt seit 1984 in Irland. Er hat in Basel und Salzburg Geschichte und Wirtschaft studiert.

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Oliver Schaub (Oliver Schaub)
    "Religion ist eine Beleidigung für die menschliche Würde. Mit oder ohne sie würden gute Menschen Gutes tun und schlechte Menschen Schlechtes. Aber damit gute Menschen schlechtes tun, dafür braucht es Religion." -- Steven Weinberg
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  • Kommentar von Beatrice Mayer (signorinetta)
    Politiker, die immer die gleichen Worthülsen absondern, brauchen ihr Leben auch nicht verändern, sie sind eh umringt von Personenschützern oder sitzen in Panzerlimousinen.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Wieder haben die islamistischen Barbaren unschuldige Menschen getötet. Da die Briten keinem EU-Diktat mehr unterliegen, werden die bald richtig aufräumen im Land. Die werden alles abschieben was abzuschieben ist, um diese Gefahr einzudämmen. Ohne Ausreden wie hier in der CH. Zu Tausenden wenn nötig. Diese Barbaren und auch ihre Sympathisanten, sowie jeder der meint aufgrund seiner Religion über anderen zu stehen, hat in zivilisierten westlichen Ländern nichts zu suchen.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Die Briten werden nicht zu feige sein das durchzusetzen zum Schutz Ihrer Bevölkerung. Die Gefahr ist sehr wohl einzudämmen. Den extremen Muslimen werden in GB noch die Augen aufgehen.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Die Briten waren nie Teil von Schengen. Die Briten hatten die Personenfreizügigkeit, aber die gilt für Europäische Staatsbürger und ich habe noch von keinem Polnischen Attentäter gehört. Die Briten waren auch nicht betroffen von der Flüchtlingswelle, am Aermelkanal gibts keine Flüchtlingsboote. Die Attentäter in GB waren allesamt Briten, in England geboren. Und die muslimischen Zuwanderer kame allesamt aus ehemaligen Kolonien. Da gibt es schlicht nichts zum "richtig aufräumen und abschieben"
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