LKW-Attacke in Stockholm Das Protokoll zu den Ereignissen in Stockholm

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein LKW ist in der Fussgängerzone Drottningatan in ein Kaufhaus gefahren.
  • Bei dem Angriff kamen vier Personen ums Leben, 15 wurden verletzt.
  • Ein festgenommener Mann steht unter Terrorverdacht. Die Polizei geht davon aus, dass er den LKW gelenkt hat. Der 39-jährige Usbeke war den Behörden bekannt.
  • Am Samstagnachmittag hat die Polizei über den aktuellen Ermittlungsstand informiert.
  • Demnach wurde im Tat-Fahrzeug eine verdächtige Substanz gefunden. Sie wird derzeit untersucht.
  • Ob es sich um einen Einzeltäter handelt, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

LKW-Attacke in Stockholm

Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 15 :37

    Hiermit schliessen wir den Liveticker. Zu den Ereignissen in Stockholm halten wir Sie selbstverständlich weiterhin auf dem Laufenden.

  • 14 :36

    Langwierige Untersuchungen erwartet

    «Das ist eine umfassende Ermittlung, die lange dauern wird», erklärt Reichspolizei-Chef Eliasson. Dabei bekämen die Beamten auch Hilfe aus dem Ausland. «Wir haben breite internationale Unterstützung». Auch mit Ministerpräsident Stefan Löfven und seinem Kabinett stehe man in ständiger Verbindung: «Wir teilen alle unsere Untersuchungsergebnisse mit der Regierung.»

    Auch Anders Thornberg von der Sicherheitspolizei betont, Schweden werde bei den Ermittlungen aus dem In- und Ausland unterstützt: «Wir haben weiter gute Zusammenarbeit mit den nationalen und internationalen Behörden.» Es gehe auch darum, weitere Attentate zu verhindern.

  • 14 :12

    Behörden gehen von Terror aus

    Die Ermittler gehen mittlerweile von einem Terrorakt aus. «Viel spricht zum jetzigen Zeitpunkt dafür, dass das der Fall ist», sagt Staatsanwalt Hans Ihrman an der Pressekonferenz auf die Frage nach einem terroristischen Motiv. Die Ermittler würden nun das Telefon des mutmasslichen Täters und seine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken untersuchen.

  • 14 :02

    Verhafteter war Behörden bekannt

    Die Sicherheitspolizei habe im vergangenen Jahr Informationen über den mutmasslichen Täter bekommen, die Angaben hätten sich aber nicht bestätigen lassen. «Wir konnten keine Verbindungen zu extremistischen Milieus bestätigen», sagt Anders Thornberg von der schwedischen Sicherheitspolizei.

  • 13 :55

    Polizei schliesst mehrere Täter nicht aus

    Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass es sich beim mutmasslichen Täter um einen 39-jährigen Usbeken handelt. Die Polizei schliesst jedoch nicht aus, dass mehrere Täter am Anschlag beteiligt waren. «Wir können weiter nicht ausschliessen, dass mehr Personen in die Attacke verwickelt sind», sagt Reichspolizei-Chef Eliasson. Es werde weiter ermittelt. Er zeigt sich zuversichtlich, dass der am Freitagabend Festgenommene der Mann ist, der den LKW gelenkt hat. «Nichts deutet darauf hin, dass wir die falsche Person haben», so Eliasson.

    Dan Eliasson.

    Bildlegende: Dan Eliasson, Chef der schwedischen Reichspolizei. Keystone

  • 13 :45

    Sprengstoff im LKW?

    Bei der Untersuchung des LKWs hat die Polizei möglicherweise eine Bombe oder einen Brandsatz gefunden, wie der Reichspolizeichef Dan Eliasson bei einer Pressekonferenz mitteilt. Man könne aber noch nicht sagen, ob es sich bei dem Fund um eine brennbare Substanz handele. Das solle nun eine Untersuchung klären, so Eliasson.

  • 13 :29

    Video «Berührende Stimmen aus Stockholm» abspielen

    Berührende Stimmen aus Stockholm

    1:01 min, vom 8.4.2017

  • 13 :23

    Gedenkfeier und Schweigeminute am Montag

    Für die Opfer soll es am Montagmittag eine Gedenkfeier und eine landesweite Schweigeminute geben. Das Das kündigte Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven an, nachdem er einen Strauss roter Rosen in der Nähe des Tatorts niedergelegt hatte. «Heute ist ein Tag der Trauer», sagte Löfven. Jetzt müssten er und seine Landsleute versuchen, ihre Wut in etwas Konstruktives zu verwandeln. «Wir sind eine offene, demokratische Gesellschaft, und das werden wir auch bleiben.»

    Ministerpräsident Stefan Löfven gedenkt der Opfer.

    Bildlegende: Ministerpräsident Stefan Löfven gedenkt der Opfer vom Freitag. Reuters

  • 12 :12

    Zahl der Verletzten korrigiert

    Die Gesundheitsbehörde hat die Zahl der in Spitälern behandelten Verletzten auf zehn korrigiert. Ein weiterer Patient in einem Krankenhaus sei dem Vorfall zugeordnet worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Vier der Patienten sind den Angaben zufolge schwer verletzt, zwei von ihnen lagen am Samstag noch auf der Intensivstation.

  • 9 :11

    Verletzte können Spital verlassen

    Sechs der Verletzten konnten nach Angaben der Behörden am Samstagmorgen das Spital wieder verlassen. Acht Erwachsene und ein Kind würden noch stationär behandelt. Über ihren Zustand ist nichts bekannt.

  • 8 :18

    Verhafteter ist mutmasslicher Täter

    Der nach dem Anschlag festgenommene Mann hat nach Polizeiangaben «wahrscheinlich» den LKW gesteuert, der am Freitag in die Menschenmenge gerast war. Er sei als Tatverdächtiger verhaftet worden, also als Fahrer des
    Lastwagens. Das sagte ein Polizeisprecher dem schwedischen Radiosender SR. Der Mann steht unter Terrorverdacht. «Wir können nicht ausschliessen, dass weitere Personen festgenommen werden, aber wir sehen keine Hinweise, dass eine Gefahr für die Allgemeinheit besteht», sagte der Sprecher weiter

  • 8 :01

    Flaggen auf Halbmast

    In Stockholm wehen den ganzen Tag lang alle Flaggen auf Halbmast. Das habe die Stadt gemeinsam mit dem Reichstag, der Regierung und dem Stockholmer Schloss entschieden, hiess es in einer Mitteilung. Im Besuchereingang des Rathauses soll zwischen 10 und 15 Uhr ein Kondolenzbuch ausliegen, in dem Bürger ihr Beileid bekunden können.

  • 4 :30

    Staatsanwaltschaft: Stärkstmöglicher Terrorverdacht

    Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, beim zuerst festgenommenen Mann bestehe der stärkstmögliche Verdacht einer terroristischen Straftat. Bis Dienstagmittag haben die Ermittler nun Zeit, ihn zu verhören. Spätestens um 12 Uhr muss dann ein Haftrichter entscheiden, ob der Verdächtige in Haft kommt. Der Zeitung «Aftonbladet» zufolge handelt es sich um einen 39-jährigen Usbeken, der ein Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei.

  • 4 :28

    Erster Festgenommener bleibt länger in Haft

    Die schwedische Polizei teilt mit, der zuerst festgenommene Mann werde noch länger in Haft bleiben. Die Absperrungen im Zentrum der Stadt würden zudem solange in Kraft bleiben, bis die Untersuchungen abgeschlossen seien.

  • 2 :34

    Tatfahrzeug abtransportiert

    Nach dem Anschlag in Stockholm ist das Tatfahrzeug, ein Lastwagen, abgeschleppt worden. Fernsehbilder zeigten, dass auf der rechten Hinterseite Farbe abgeschabt war. Der Lkw der Brauerei Spendrups war am Freitagnachmittag gekapert worden. Der Täter raste damit in eine Einkaufsstrasse und in ein Kaufhaus. Die Brauerei erklärte in einem Statement auf ihrer Internetseite: «Unser Fahrer versuchte, das Fahrzeug zu stoppen, indem er sich davor stellte – aber musste zur Seite springen, um nicht überfahren zu werden.» Der Mann sei leicht verletzt und stehe unter Schock.

    Ein Lastwagen am Ende einer hell erleuchteten Strasse

    Bildlegende: In der Nacht wurde der Brauerei-Lastwagen vom Tatort in der Stockholmer Innenstadt weggeschleppt. Keystone

  • 2 :27

    Solidarität mit Stockholm: Paris taucht Eiffelturm in Dunkelheit

    Video «Solidaritätssignal in Paris (unkomm.)» abspielen

    Solidaritätssignal in Paris (unkomm.)

    0:14 min, vom 8.4.2017

  • 2 :00

    Medienbericht: Zweiter Mann festgenommen

    Die schwedische Polizei hat nach der Lastwagen-Attacke in Stockholm laut TV-Sender SVT eine zweite Person festgenommen. Der Mann sei im nördlichen Vorort Hjulsta festgesetzt worden, berichtete SVT unter Berufung auf Polizeikreise. Er solle eine Verbindung zu dem zuvor verhafteten Mann haben. Die Polizei bestätigte die Verhaftung nicht.

    Video «Bilder, die am Rande der zweiten Festnahme entstanden sein sollen (unkomm.)» abspielen

    Bilder, die bei zweiter Festnahme entstanden sein sollen (unkomm)

    0:34 min, vom 8.4.2017

  • 1 :41

    Neue Infos zu Anschlag erst Samstagmorgen

    Die schwedische Polizei will vorerst keine neuen Informationen zu dem Anschlag in Stockholm veröffentlichen. Dies sei frühestens für Samstagmorgen wieder geplant, twitterte die Polizei in der Nacht.

  • 1 :40

    Polizei: Keine neuen Infos in der Nacht

  • 1 :34

    Verschärfte Grenzkontrollen

    Die schwedischen Behörden sind nach dem mutmasslichen Terroranschlag von Stockholm in Alarmbereitschaft. Zehn Tage lang sollen alle Ausreisenden an den Grenzen kontrolliert werden, sagte Ministerpräsident Stefan Löfven. Innenminister Anders Ygeman sagte dem schwedischen Rundfunk, die Kontrollen könnten um weitere 20 Tage verlängert werden. «Das ist natürlich wichtig, um einen Täter oder eventuelle Helfer daran zu hindern, das Land zu verlassen und sich einer Festnahme der Polizei zu entziehen.»