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Trudeau trifft Trump Demonstrative Nähe und Einigkeit

Legende: Video Trudeau trifft Trump abspielen. Laufzeit 00:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 13.02.2017.
  • Kanadas Premierminister Justin Trudeau ist bei Donald Trump in Washington zu Besuch – ein mit Spannung erwartetes Aufeinandertreffen der ganz unterschiedlichen Politiker.
  • Die beiden demonstrierten Einigkeit und erklärten vor den Medien, man wolle bei der Grenzsicherheit und der Verteidigung künftig enger zusammenarbeiten.
  • Ausserdem bekräftigten Trump und Trudeau die wirtschaftliche Nähe der beiden Staaten.
  • Die Handelsbeziehungen mit den USA sind für Kanada von zentraler Bedeutung. Mehr als 75 Prozent von Kanadas Exporten gehen in die USA.

US-Präsident Donald Trump hat offenkundig versucht, die Sorgen Kanadas hinsichtlich der von ihm angestrebten Veränderungen im Freihandelsabkommen Nafta zu zerstreuen. Anders als im Verhältnis zu Mexiko gehe es ihm nur darum, die Handelbeziehungen zu Kanada etwas zu verbessern. «Wir haben hervorragende Handelsbeziehungen mit Kanada», sagte Trump auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem kanadischen Ministerpräsidenten Justin Trudeau im Weissen Haus. «Wir werden sie etwas optimieren», fügte er hinzu.

Wir werden die Beziehungen zu Kanada etwas optimieren.
Autor: Donald TrumpUS-Präsident

Die Situation sei weit weniger schwerwiegend als an der Südgrenze der USA, wo die Transaktionen seit vielen Jahren nicht fair für die USA seien.

Kritisches Freihandelsabkommen

Trudeau verwies darauf, dass das Freihandelsabkommen Nafta für Kanada eine besondere Bedeutung habe, denn viele kanadische Jobs hingen vom Handel mit den USA ab. Änderungen am Nafta müssten den freien Fluss von Waren und Dienstleistungen gewährleisten. Trump sagte eine enge Koordinierung mit Kanada zu, um Jobs in der nordamerikanischen Region zu sichern.

Die Vorsicht des Justin Trudeau

Laut SRF-Korrespondent Beat Soltermann verhielt sich Trudeau sehr vorsichtig – so, als gelte es, Friktionen mit Trump um jeden Preis zu vermeiden. Die zwei Männer haben sehr unterschiedliche Ansichten. Etwa beim Thema Einwanderung. Kanada hat unter Trudeau 40‘000 syrische Flüchtlinge aufgenommen. Trump würde am liebsten keine Flüchtlinge mehr aus Syrien aufnehmen.

Auf eine entsprechende Journalistenfrage meinte Trudeau, er sei nicht nach Washington gereist, um den USA einen Vortrag zu halten, wie sie ihre Einwanderungspolitik zu gestalten hätten. Doch dann fügte er – diplomatisch sehr verklausuliert – an: «Wir müssen uns so verhalten, wie wir Kanadier das für richtig halten, und ein positives Beispiel für die Welt sein.»

Harmonie statt Kritik: Trump und Trudeau

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Esther Siefert (E.S. (parteilos))
    "Mehr als 75 Prozent von Kanadas Exporten gehen in die USA..." Und das Meiste von den 75% sind wohl Oel und Elektrizität aus dem obersten kanadischen Norden...
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Naja, so einseitig wie im Artikel beschrieben ist die Abhängigkeit nicht. Die USA profitieren von Kanadischen Rohstoffen und viele Zulieferfirmen und Stakeholder für die US-Industrie sitzen in Kanada.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Trump versteht als Geschäftsmann ganz klar, dass nur fließendes Erdöl und Gas Profit abwirft. Kanada hat ausser gewaltigen Mengen fossiler Rohstoffe eine ganze Palette anderer wertvoller Rohstoffe anzubieten. Trudeau hat zwar eine andere politische/gesellschaftliche Philosophie, aber die Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind tief und klar geregelt. Die USA spielen sich Dank ihrer Macht als übergroßer Bruder auf. Doch an das haben sich die Kanadier gewöhnt.
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