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Vermeidung von Treibhausgasen Der Fleischkonsum trägt zur Klimaerwärmung bei

Der Methangas-Ausstoss hat ungewöhnlich stark zugenommen. So stark, dass laut Forschern die Klimaziele in Gefahr sind.

Legende: Audio Methangas als Verdauungsnebenprodukt der Rinder und Kühe abspielen. Laufzeit 4:11 Minuten.
4:11 min, aus SRF 4 News aktuell vom 12.12.2016.
  • Verschiedene Quellen emittieren Methan. In der Landwirtschaft sind es vor allem die Kühe, die durch ihre Verdauung Methangas ausstossen, und Mikroben beim Reisanbau.
  • Bei der Öl- und Gasförderung tritt häufig Methan aus.
  • 60 Prozent des Methangas-Ausstosses sind vom Menschen verursacht.
  • Ein grosser Teil ist natürliches Methangas, das in Sumpf- und Feuchtgebieten entsteht.

Unerwarteter Anstieg von Methan-Emissionen: Der Ausstoss von des Treibhausgases Methan ist in den letzten zehn Jahren zehnmal schneller angestiegen als von 2000 bis 2006, wie eine in der Fachzeitschrift «Environmental Research Letters» veröffentlichte Studie zeigt. Besonders stark war die Zunahme in den Jahren 2014 bis 2015 - weshalb, ist laut den Forschern noch weitgehend unklar. Eine mögliche Quelle sei die Landwirtschaft.

Landwirtschaft mit höchstem Ausstoss: Methan wird vorwiegend von Bakterien gebildet, die sich dort, wo kein Sauerstoff vorhanden ist, von organischem Material ernähren. In der Landwirtschaft entsteht es vor allem bei der Rinderzucht, aber auch im Reisanbau. Die überfluteten Reisfelder sind ein idealer Nährboden für Mikroben, die Methan ausstossen. Methangas entsteht auch im Magen von Kühen beim Verdauen von Gras.

Klimaziele gefährdet: CO2 stellt zwar nach wie vor etwa 70 Prozent der Treibhausgase. Aber Methan bindet 28 mal mehr Wärme in der Atmosphäre als CO2. Auch der Ausstoss von Methan müsse deshalb reduziert werden, schreiben die Wissenschaftler, sonst könne das Ziel des Pariser Klimaabkommens – die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten – unmöglich erreicht werden.

Geeignete Massnahmen: Die Forscher halten fest, dass der Kampf nicht hoffnungslos sei. Es gebe gute Möglichkeiten, den Ausstoss zu reduzieren, sogar einfacherer als beim CO2. Zum Beispiel könnten Kühe mit einer angepassten Fütterung dazu gebracht werden, wesentlich weniger Methan auszustossen. Lecks bei der Öl- und Gasförderung könnten abgedichtet werden.

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67 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Wie wäre es nun mit einer Gruppe Schweiz ohne Fleisch !
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  • Kommentar von paul waber (sandokan)
    Die Weltbevölkerung nimmt jährlich um mehr als 80 Millionen Menschen zu, Tendenz exponential steigend. Pro 10 Jahre wächst sie um fast ein Milliarde. Wie lange gibt es die Menschheit schon?...Aha, ein paar 100'000 Jahre...Wie soll das gehen, mit oder ohne Fleischkonsum?
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    1. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      P.Waber, Sie haben ja voll recht! Die Weltbevölkerungsuhr gibt für 15 sogar über 87Mio an u.rechnet anhand bisheriger Daten für 16 mit einer Zunahme von fast 89Mio. Die CH zeigt dasselbe Bild, wobei hier beides, Zuwanderung+Reproduktionsfreudigkeit Zugewanderter eine Rolle spielen. Der %uale Bev'anstieg der CH entspricht ca dem der Weltbevölkerung. Dh laut Bevölkerungsuhr CH 15 um 95'841. Prognose für 16 96'954! Da sind wirklich sämtl.Massnahmen zum Schutz von Ressourcen+Umwelt für die Füchse.
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  • Kommentar von Sandra Burri (Surri)
    Teil 2: Die Natur hat keine Chance sich in so kurzer Zeit anzupassen. Befasst euch mal etwas mit dem Zustand der Bäume oder des Bodens. Die Natur ist aber immer noch unser Nahrungslieferant. Wir entziehen uns somit die eigene Lebensgrundlage. Einige Leute werden das erst merken, wenn sie keinen Apfel oder Bananen mehr im Sortiment finden werden. Die Klimapolitik unserer Politiker ist allerdings eine Farce. Sie verdeckt durch ihre Medienpräsenz weitgehend den genauso schlimmen Raubbau an der Erde
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    1. Antwort von karl- heinz frick (fila)
      Bananen in Weinfelden?? Aber Sandra,- echte Klimaschützer essen ausschliesslich Regional. Gruss Karl- Heinz
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    2. Antwort von Sandra Burri (Surri)
      Karl-Heinz: Sie haben natürlich Recht. Als 'Klimaschützer' hab ich mich allerdings nicht betitelt.
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