Der Flüchtlingsstrom reisst nicht ab

Die Überfahrt über das Mittelmeer ist lebensgefährlich und ohne Garantie auf eine neue Heimat. Seit Jahresbeginn sind dennoch bereits mehr als 100'000 Menschen über diese Route nach Europa geflohen – mehr als erwartet.

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Jüngste Rettungsaktion der italienischen Küstenwache (ohne Ton)

0:31 min, vom 9.6.2015

Seit Jahresbeginn hätten rund 103'000 Menschen ihr Leben bei der gefährlichen Überfahrt riskiert, meldet das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf.

Wie UNHCR-Sprecher Adrian Edwards mitteilte, kamen auf der gefährlichen Überfahrt in diesem Jahr bereits fast 1800 Flüchtlinge ums Leben. Angesichts der dramatischen Situation verstärke das UNHCR seine Präsenz in Griechenland und in Süditalien.

Weiterer Anstieg wird erwartet

Die Schwelle von 100'000 sei in diesem Jahr früher überschritten worden als im vergangenen Jahr, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mit. Für die nächsten Monate werde zudem ein starker Anstieg der Flüchtlingszahlen erwartet.

«Eine ruhigere Wetterlage dürfte Schlepper ermutigen, nicht seetüchtige offene Boote mit noch mehr schutzlosen Menschen zu füllen», sagte IOM-Sprecher Leonard Doyle.

Fast 55'000 der zumeist aus dem Nahen Osten und Afrika stammenden Menschen seien in Italien an Land gegangen. Eine besonders starke Zunahme im Vergleich zum Vorjahr von 34'000 auf rund 48'000 habe Griechenland verkraften müssen.

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Das Geschäft mit den Flüchtlingen am Beispiel Mali

3:37 min, aus 10vor10 vom 9.6.2015