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International Der Hoeness-Konter: Strafanzeige gegen Beamte

Wurde bei der Affäre um FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness das Steuergeheimnis verletzt? Eine Münchner Anwaltskanzlei glaubt dies. Sie hat Strafanzeige gegen ihr unbekannte Beamte der Münchner Staatsanwaltschaft eingereicht.

Uli Hoeness hält ein rotes Papier in die Luft.
Legende: Rote Karte für die Justiz: Hoeness sieht das Steuergeheimnis verletzt und klagt. Reuters

In der Steueraffäre um Uli Hoeness hat eine Münchner Anwaltskanzlei mit einer Strafanzeige gegen unbekannte Beamte der Münchner Staatsanwaltschaft für weiteren Wirbel gesorgt. Die Begründung der Kanzlei: Durch die Bekanntgabe der Selbstanzeige des Bayern-Präsidenten sei das Steuergeheimnis verletzt worden.

Zunächst hatten die Rechtsanwälte den Eindruck erweckt, sogar im Auftrag von Hoeness zu handeln. Dieses Missverständnis korrigierten sie später und erklärten, die Anzeige sei «allein unsere eigene Initiative». Die Staatsanwaltschaft München II konnte den Eingang der Anzeige zunächst nicht bestätigen. Sie ermittelt gegen Hoeness wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.

Anwälte orten amerikanische Verhältnisse

Die Münchner Rechtsanwälte mahnten bei den Ermittlern Objektivität im Fall Hoeness an und warnten auf Nachfrage vor einem «Sittenverfall». Sie kritisierten die Staatsanwaltschaften, nach US-amerikanischem Vorbild Strafverfolgung betreiben zu wollen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von simone lenz, bern
    Sittenverfall?!? Es ist wohl der grössere Sittenverfall, dass Personen, welche Mio besitzen, einen tollen Job auf Lebenszeit etc. dann noch versuchen, ein paar Euros an den Steuerbehörden vorbeizuschleusen. Wer unrecht tut, kann sich bei der Aufdeckung dieses Unrecht dann nicht auf das Recht berufen. Amerikanische Verhältnisse orte ich eher im Vorgehen der Anwälte, überall noch ein paar Euros erstreiten, wo es nur geht gierig dem Geld nach. Das ist eh im Auftrage höness passiert- nur lügen.
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Sie haben es erfasst. Es sind Leute, die es sicherlich nicht nötig hätten. Mir scheint, solche Leute sollten wir unsererseits mit Landesverweis belegen. Immerhin haben wir echten Knatsch deswegen auf allen Ebenen.
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    2. Antwort von Andreas Martini, Hunzenschwil
      Wo leben Sie Frau Lenz? Ganz sicher nicht im realen Leben! Was muss die Politik noch alles kaputt drehen, bis Euch endlich die Augen aufgehen? Entzieht diesen endlich den Persilschein, denn diese sind keine Götter, die alles tun dürfen ohne wenn und aber!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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