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Terrormiliz in Bedrängnis Der IS ist weiterhin sehr gefährlich

Trotz militärischer Rückschläge: Der Geldfluss der Terrormiliz stärkt weiterhin ihre Truppen.

Zerstörte Häuser in Mossul.
Legende: Der hartnäckige Widerstand der Dschihadisten in Mossul zeige, dass der IS nicht vollständig zusammengebrochen ist. Keystone
  • Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat sich trotz militärischer Rückschläge wichtige Aktionsmöglichkeiten bewahrt.
  • Das geht aus einem Bericht von Experten für den UNO-Sicherheitsrat hervor.
  • Ungeachtet des von der Anti-IS-Koalition ausgeübten Drucks sei die Miliz weiterhin in der Lage, ihren Kämpfern ausserhalb der Konfliktzone in Syrien und im Irak Gelder zukommen zu lassen.
  • Der Transfer der entsprechenden Summen sei schwer aufzudecken, weil er häufig in kleinen Beträgen erfolge.

Die Finanzierungsquellen des IS sind dem Bericht zufolge weiterhin die Einnahmen aus dem Ölgeschäft und die Steuern, welche die Dschihadisten der Bevölkerung in den von ihnen kontrollierten Gebieten auferlegen. Die finanzielle Lage des IS verschlechtere sich aber zusehends aufgrund des militärischen Drucks.

Die Miliz sei nach wie vor in der Lage, Angriffe ausserhalb des Nahen Ostens zu motivieren und zu ermöglichen, hiess es weiter. Das gelte beispielsweise für Europa, das für die Extremisten weiterhin eine vorrangige Rolle spiele.
Die Dschihadisten bemühen sich den UNO-Experten zufolge auch, ihren Einfluss in Südostasien zu verstärken. Das zeigten die jüngsten Kämpfe im Süden der Philippinen.

Zustrom von «Terrorkämpfern» nimmt ab

Der Zustrom «ausländischer Terrorkämpfer» nach Syrien und in den Irak nehme indes ab. Aus den dortigen Kampfgebieten zögen zunehmend jugendliche IS-Kämpfer ab. Diesen Rückkehrern müsse besondere Aufmerksamkeit gelten, weil sie über Erfahrungen im Kampf und mit extremer Gewalt verfügten.

Der hartnäckige Widerstand der Dschihadisten bei der Rückeroberung der irakischen Grossstadt Mossul durch die Anti-IS-Koalition im Juli zeige, dass die Kommando- und Kontrollstruktur des IS nicht vollständig zusammengebrochen sei. Die Gruppe stelle weiterhin eine erhebliche militärische Bedrohung dar.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Auch wenn der IS vielerorts verdrängt oder zurück gedrängt wurde wie es in den Medien berichtet wird, wird es diese Terrorkämpfer noch lange geben. Sie gehen in andere Länder und verbreiten ihren Terror und Schrecken auf's Neue. Das zeigten die jüngsten Kämpfe im Süden der Philippinen. Der IS ist noch lange nicht besiegt. Auch Angriffe in Europa werden immer wieder statt finden. Kann man dieses Übel je an der Wurzel packen?
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  • Kommentar von Sebastian Frey (Sebastian Frey)
    Finanzierung; wieso fragten sich Redaktionen all die Jahre nie wirklich; in wie weit "wir" wirklich gegen den IS etc kämpfen? Banken im IS-Gebiet blieben am int.System Swift (zuletzt durch Parlam.Anfragen in EU und D bestätigt), die gigantische rollende Pipeline wurde erst durch RUS 2015/16 unterbunden, unter den Augen der EU wurden grosse Mengen Waffen im Balkan&Ost-Europa für Syrien eingekauft (wie BIRN aufgedeckt hat) ...etc - Haben "wir" ISIS bekämpft oder ...?
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  • Kommentar von Ernst U. Haensler (ErnstU)
    Sie schreiben "Einnahmen aus dem Oelgeschäft". Förderung und Transport (Rohre, Lastwagen) und Uebergabe an Käufer müsste doch von den Geheimdienst Satelliten bis ins Detail gesehen werden?
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