«Der Islamische Staat muss ausgemerzt werden»

Der UNO-Sicherheitsrat kritisiert die Ermordung des US-Journalisten James Foley durch Dschihadisten des Islamischen Staats (IS). Zugleich forderte der Rat die «sofortige und bedingungslose» Freilassung aller anderen von islamistischen Gotteskriegern festgehaltenen Geiseln.

Foley in den Händen des IS.

Bildlegende: Foley wurde von einem IS-Kämpfer enthauptet. zvg

Der US-Journalist James Foley wurde von Dschihadisten des Islamischen Staats (IS) grausam umgebracht. Der UNO-Sicherheitsrat verurteilt die «abscheuliche und feige» Ermordung.

Im November verschleppt

In einer einstimmigen Erklärung der 15 Mitglieder des Sicherheitsrats hiess es, die Verantwortlichen müssten vor Gericht gebracht werden. Alle Staaten seien aufgefordert, zu diesem Zweck mit den USA zusammenzuarbeiten.

Die Mitglieder des Gremiums betonten, dass der IS besiegt werden müsse. Die Intoleranz, die Gewalt und der Hass, für die der Islamische Staat stehe, müssten ausgemerzt werden, hiess es in der Erklärung.

Bewaffnete Männer hatten den 40-jährigen Foley im November 2012 im Norden Syriens verschleppt. Auf dem am Dienstag ins Internet gestellten Video ist zu sehen, wie ein vermummter IS-Kämpfer Foley enthauptet. Der Mord wird darin mit den US-Luftangriffen auf die IS-Miliz im Nordirak begründet.

Der Journalist war unter anderem für die Website «GlobalPost», die Nachrichtenagentur AFP und andere Medien tätig. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte Foleys Hinrichtung am Mittwoch als «abscheuliches Verbrechen» verurteilt.