Der Papst spricht den Segen «Urbi et Orbi»

Papst Franziskus hat den traditionellen Segen «Urbi et Orbi» erteilt. Vor Tausenden Pilgern aus aller Welt, die im strömenden Regen auf dem festlich geschmückten Petersplatz ausgeharrt hatten, sprach er von der Loggia des Petersdoms die Segensworte.

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Ostermesse, Tagesschau am Mittag

1:25 min, vom 5.4.2015

Der apostolische Segen «Urbi et Orbi» - der Stadt und dem Erdkreis - ist eine der feierlichsten und weltweit bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist mit einem Sündenablass für alle Menschen verbunden, die den Segen in in gläubiger Haltung verfolgen. Auch deshalb ist der Segen sehr populär.

Zuvor hatte der Papst die Ostermesse zur Auferstehung Christi gefeiert und seine Osterbotschaft verkündet. Darin bat er um Frieden in den Krisen- und Konfliktgebieten in der Welt und Linderung für verfolgte Christen.
«Vom auferstandenen Herrn erflehen wir die Gnade, nicht dem Stolz nachzugeben, der die Gewalt und die Kriege schürt, sondern den demütigen Mut zur Vergebung und zum Frieden zu haben», sagte er. «Den siegreichen Jesus bitten wir, die Leiden unserer vielen Brüder und Schwestern zu lindern, die seines Namens wegen verfolgt werden», ergänzte der 78-Jährige.

Nach der Ostermesse sollte der Argentinier als Höhepunkt der traditionellen Feierlichkeiten in Rom seine Osterbotschaft verkünden und von der Loggia des Petersdoms aus den Segen «Urbi et Orbi» – der Stadt und dem Erdkreis – sprechen.

Der apostolische Segen ist eine der feierlichsten und weltweit bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist mit einem Sündenablass für alle Menschen verbunden, die den Segen in in gläubiger Haltung direkt in Rom aber auch am Radio oder am Fernsehen verfolgen. Auch deshalb ist der Segen sehr populär.

Für eine Atomvereinbarung

Im Hinblick auf die Atomvereinbarung mit dem Iran sagte der Papst, er hoffe, dies sei «ein endgültiger Schritt in Richtung auf eine sicherere und brüderlichere Welt».
Er erinnerte an Krisen- und Konfliktgebiete wie Syrien, Irak, Libyen, den Jemen und die Ukraine. Auch für Frieden im Heiligen Land betete das Kirchenoberhaupt. «Möge zwischen Israelis und Palästinensern die Kultur der Begegnung wachsen und der Friedensprozess wieder aufgenommen werden», sagte er.

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Ostermesse auf dem Petersplatz

0:31 min, vom 5.4.2015

Franziskus forderte die Menschen zudem auf, sich gegenseitig mit Respekt und Demut zu begegnen. Er kritisierte die Haltung, «sich um jeden Preis durchzusetzen, zu wetteifern, sich zur Geltung zu bringen». Den Segen und die Osterbotschaft verfolgten neben den Menschen auf dem Petersplatz auch Millionen Gläubige im TV und im Internet. Er ist der Höhepunkt der traditionellen Osterfeiern in Rom.

Christen in aller Welt

Nicht nur in Rom, sondern auf der ganzen Welt kommen Christen zu Ostergottesdiensten zusammen. In der Grabeskirche in Jerusalem wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Dort zelebrierte der lateinische Patriarch Fuad Twal am Morgen die Messe zur Auferstehung von Jesus Christus.

In seiner Osterbotschaft erinnerte das Oberhaupt der katholischen Kirche im Heiligen Land daran, dass im Nahen Osten täglich «tragische Ereignisse» passierten. «Als Christen müssen wir im Herzen des Nahen Ostens, der von Kriegen und Gewalt erschüttert wird, andere Zeichen der Hoffnung setzen», forderte Twal.

Osternacht im Petersdom

Bereits gestern feierte Papst Franziskus mit Tausenden Gläubigen im Petersdom die Osternacht. Er rief die Menschen auf, demütig zu sein und bei Problemen nicht wegzusehen. Es gelte, «vom Sockel unseres so stolzen Ich» herunterzukommen.