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Hurrikan «Irma» Der Sturm bringt Kuba sechs Meter hohe Wellen

Legende: Video Die Schäden sind enorm abspielen. Laufzeit 0:28 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 09.09.2017.
  • Das Zentrum von Hurrikan «Irma» ist über den zu Kuba gehörenden Camagüey-Archipel gezogen.
  • Der Hurrikan hatte Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometern pro Stunde. Er brachte heftigen Regen und bis zu sechs Meter hohe Wellen.
  • Zehntausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Überschwemmungen wurden aus den östlichen Provinzen Holguin und Guantanamo gemeldet. In mehreren Küstenstädten Kubas habe es Schäden gegeben, berichtet die kubanische Staats-Zeitung Granma. So etwa in der Stadt Baracoa an der Mauer der Uferpromenade und beim Flughafen. Schulen und die meisten Geschäfte sind geschlossen.

Durch den Sturm sind in der Karibik bisher mindestens 21 Menschen ums Leben gekommen. Der US-Nachrichtensender spricht sogar von mindestens 24 Toten.

Vor Kuba hatte Hurrikan «Irma» bereits die zwischen den Niederlanden und Frankreich geteilte Insel Sint Maarten und Saint Martin schwer getroffen. Der französische Innenminister Gérard Collomb bezifferte die Zahl der Toten dort und in den anderen französischen Überseegebieten auf acht Personen.

Menschen plündern

Bereits zuvor war je ein Mensch auf Anguilla (Grossbritannien) und Barbuda gestorben. Es gab Berichte über Plünderungen. Auf Sint Maarten sorgten rund 200 niederländische Soldaten für Ordnung. Rund 70 Prozent der Infrastruktur sind nach Schätzungen der Marine zerstört.

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Legende: SRF

Auf der zu den USA gehörenden Insel Puerto Rico und den amerikanischen Jungferninseln starben mindestens sieben Menschen. Bis zu neun Meter hohe Wellen schlugen über die Insel. Hunderttausende waren ohne Strom.

Es wird erwartet, dass die Zahl der Toten weiter steigt, da hinter «Irma» bereits der nächste Hurrikan «José» heranzieht. Er wurde zur Kategorie 4 hochgestuft.

Haiti kam glimpflich davon

Das bitterarme Haiti kam entgegen aller Befürchtungen vergleichsweise glimpflich davon. Ein Mensch galt am Freitag als vermisst, wie der Leiter des Zivilschutzes, Jerry Chandler, mitteilte.

«Irma» verursachte nach Berechnungen des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) in der Karibik derweil Schäden von rund 10 Milliarden Dollar.

Legende: Hurrikan Irma nimmt nun Kurs auf Haiti und soll am Wochenende Florida erreichen (Ortszeit). National Hurricane Service

12 Kommentare

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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Der Wirbelsturm San Calixto II forderte 1780 in der Karibik 22`000 Tote. Und wer jetzt immer noch vom "Klimawandel" faselt, und "dass die Stürme wegen ihm immer heftiger werden": Calixto II schaffte eine Windgeschwindigkeit von sagenhaften, bis heute nicht mehr erreichten 320km/h! Das Märchen vom Klimawandel ist einfach nur Bullshit.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Wir haben gestern Abend bei ARTE Dokumentationen über Hurrikane der letzten Jahrzehnte weltweit gesehen. Erstaunlich war , dass das arme Kuba unter Fidel Castro einen hervorragenden Schutz für solche Wirbelstürme seit Ende der 50iger Jahre ausgebaut hat - und da gab es noch keinen sogenannten Klimawandel wie heute an allen Ecken von den Allwissenden gejammert wird. Die USA hat ihre Riffe vor ihren Küsten zerstört und zu nahe ans Meer gebaut -alles dumme Aktionen-anstatt die Mangroven zu pflegen.
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    1. Antwort von Karl Kirchhoff (Charly)
      Heftigere Wirbelstürme sind eine der erwarteten Konsequenzen des Klimawandels. Wenn es wärmer wird, steigen auch die Wassertemperaturen. Damit erhält der Sturm mehr Energie. Er wird stärker, weil er mehr verdunsten kann. Der Klimawandel lässt diese Stürme nicht entstehen, aber er verschärft ihre Auswirkungen. (Internationale Expertengruppe zum Klimawandel (GIEC), Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung....)
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  • Kommentar von Daniel Frei (daniel.frei9)
    Solche Naturereignisse hat es schon vor tausenden von Jahren in diesen Gebieten gegeben. Damals waren diese Inseln unbewohnt.Heute sind sie überbewohnt. Wenn nun mal ein solches Ereignis eintritt herrscht Panik und es wird nach Gründen gesucht. Als man diese Gebiete ansiedelte wusste man natürlich von den Hurikans.
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