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International Detroit kriegt keine Finanzspritze von Obama

Im Kampf gegen den gewaltigen Schuldenberg kann Detroit nicht auf Unterstützung der US-Regierung hoffen. Die Schwierigkeiten müssten vor Ort gelöst werden, liess US-Präsident Barack Obama ausrichten.

Legende: Video Detroit am Tiefpunkt abspielen. Laufzeit 3:34 Minuten.
Aus Tagesschau vom 19.07.2013.

US-Präsident Barack Obama will Detroit nicht vor dem Pleitegeier retten. Das Weisse Haus beobachte aber die Lage sehr genau und halte an der «engen Partnerschaft mit Detroit» fest. Damit lässt das Weisse Haus die Auto-Metropole im US-Staat Michigan im Stich. Die Stadt sitzt auf einem gewaltigen Schuldenberg von mehr als 18 Milliarden Dollar.

Beschützer der Autoindustrie

Obama hatte der Autoindustrie von Detroit zunächst grosszügig unter die Arme gegriffen. Hilfen für die angeschlagenen Autobauer in Detroit gehörten zu den wichtigsten Anliegen seines Präsidentschaftswahlkampfs sowohl 2008 als auch 2012.

Barack Obama spricht
Legende: Barack Obama will sich bei der Rettung Detroits finanziell nicht engagieren. Keystone

Obama präsentierte sich in seinen Kampagnen mehrfach als Beschützer von Amerikas Autowerkern. Er bezeichnete die Industrie in der Rezession als «Rückgrat der US-Wirtschaft» und pumpte rund 80 Milliarden Dollar an Steuergeldern hinein. Mit Geldspritzen an General Motors, Chrysler und deren Zulieferer brachte Obama die gebeutelte Branche wieder auf Trab.

Es gebe keine Pläne für Hilfsmassnahmen von staatlicher Seite, hatte Regierungssprecher Jay Carney bereits vergangene Woche gesagt. Obama sei über die Lage Detroits informiert. Überlegungen, die hoch verschuldete Metropole zu retten, gebe es nicht.

6 Kommentare

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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Der grösste Feind des Menschen ist nicht im AUSSEN,sondern in seinem INNERN.Wie im GROSSEN so im KLEINEN.Wenn wir unsere Werte und Glaubenssätze nicht überdenken,so werden die oben gezeigten Bilder unser aller Zukunft werden.Diese Beispiele sind noch sehr harmlos.Zu hoffen bleibt nur noch,dass wir nicht das"unglaubliche Glück"haben werden,wieder in dieser"ach so wunderbaren Welt"leben zu MÜSSEN.EINSTEIN:"Man kann Probleme nicht mit der gleichen Denkweise lösen,mit der sie entstanden sind."
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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    Geld für Militär und Krieg, aber nicht fürs eigene Land. Typisch USA.
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    1. Antwort von Alois Wutz, Gerlafingen
      Typisch USA: Alles auf Pump...
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    Aber aber, böser Obama! Das käme in der Schweiz niemals vor. Bei uns helfen die Kantone einander mittels des Nationalen Finanzausgleiches. Da müssen die sparwilligen, vor allem kleine Kantone die grossen Verschwenderkantone unterstützen, getreu dem sozialistischen Prinzip. Ist doch nett, Herr Obana, oder nicht?
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    1. Antwort von Ernst Jacob, Moeriken
      Ok, Obama war noch nicht geboren, als die Lohn- und Pensions-Ansprüche der 'industriellen' und 'staatlichen' Arbeitnehmerverbände 'explodierten', die Industrie produziert heute weitgehend woanders, und der pensionierte 'Staat' fordert weiterhin die Begleichung von Ansprüchen, die so nicht mehr erfüllbar sind. Es sind die Spätfolgen des ehedem 1.8 Millionen Bewohner umfassenden Verwaltungs-Systems, die mehr Geld auffressen, als die Stadt überhaupt 'produziert'. Schutt und Asche sind die Folgen.
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    2. Antwort von André Piquerez, ebikon
      sparwillige kleine Kantone.....hahahahahahaha - ja dort wo die Super-Reichen sind, glaube nicht dass die alle so sparwillig sind......
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