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International Deutschland will verstärkt Afghanen abschieben

Die deutsche Regierung will vermehrt afghanische Flüchtlinge abschieben. Die Mittelschicht solle in Afghanistan verbleiben, um es wieder aufzubauen. Auch würden deutsche Soldaten dazu beitragen, das Land sicherer zu machen, begründete der deutsche Innenminister den Entscheid.

Zwei deutsche Polizisten beobachten eine Gruppe von Flüchtlingen.
Legende: Deutschland will angesichts der wachsenden Flüchtlingsströmen Abschiebungen erleichtern. Keystone

Die deutsche Regierung will vermehrt Afghanen in ihr Heimatland abschieben. Innenminister Thomas de Maizière erklärte, dass zunehmend auch Angehörige der afghanischen Mittelschicht ihr Land verliessen. «Wir sind uns mit der afghanischen Regierung einig, dass die Jugend Afghanistans und die Mittelschichtfamilien in ihrem Land verbleiben und dort das Land aufbauen sollen.»

Deutsche Soldaten und Polizisten trügen dazu bei, das Land sicherer zu machen. Auch sei viel Entwicklungshilfe nach Afghanistan geflossen. «Da kann man erwarten, dass die Afghanen in ihrem Land bleiben», betonte der Minister.

Starke Zunahme der Abschiebungen

De Maizière sagte, insgesamt würden Abschiebungen, freiwillige Ausreisen und geförderte Rückführungen von Flüchtlingen in den nächsten Wochen stark zunehmen. So müssten etwa Zehntausende abgelehnte Asylbewerber vom Westbalkan das Land verlassen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Margot Helmers (Margot Helmers)
    Er sagte es kämen zunehmend Angehörige der afghanischen Mittelschicht sowie aus der Hauptstadt Kabul nach Deutschland. „Wir sind uns einig mit der afghanischen Regierung: Das wollen wir nicht.“ Gerade war vorgestern ein Bericht in der FAZ der die Lage vor Ort beschreibt: http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise-gebildete-elite-will-raus-aus-afghanistan-13874689.html Aber so denken nicht nur die jungen Afghanen!
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Wer hätte das gedacht: Erst der Afghane, dann der Syrer. Wie hört man allenthalben von der Kanzel predigen? "Wehret den Anfängen". Oder anders gesagt: Mutti kann nicht alle einladen und wer nicht genehm ist wieder heimschicken (nachdem er Hof und Esel verkauft hat!). Allerdings beginnt die Sache doch wieder menschliche Züge anzunehmen. Es war ja eine geradezu unheimliche Bewegung der freudigen, begeisterten Selbstaufgabe durch gnadenlose, allumfassende Nächstenliebe, bzw. Fremdenliebe.
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  • Kommentar von Christa lohmann (Saleve2)
    Es hiess Zurückführung in sichere Länder. Und dazu soll Afghanistan gehören.? Was ist das wieder für eine Idee. Ist es das einzige in Frage kommende Land, wo man dann wieder sagen kann, es war aus humanitären Gründen nicht möglich.? Und immer wieder die gleiche Frage, Eritrea ist nicht Kriegsfrei ? Hinter die Gedankengänge möchte ich mal sehen können.
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