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International Die Gespräche auf Schloss Elmau haben begonnen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Staats- und Regierungschefs der G7 auf Schloss Elmau begrüsst. Zum Auftakt des Gipfels geht es über nachhaltiges Wachstum und gemeinsame Werte. Doch das Thema Russland und die Ukraine schieben sich in den Vordergrund.

Legende: Video «Die G7-Vertreter sind in Bayern eingetroffen» abspielen. Laufzeit 0:48 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 07.06.2015.

Auf Schloss Elmau in Oberbayern hat der G7-Gipfel führender Industriestaaten begonnen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüsste die angereisten Staats- und Regierungschefs vor dem imposanten Alpenpanorama.

In der ersten Arbeitssitzung soll es um die Themen Weltwirtschaft, nachhaltiges Wachstum und gemeinsame Werte gehen.

Nach der nächsten Gesprächsrunde zur Handelspolitik, darunter das Freihandelsabkommen TTIP zwischen EU und USA, steht am Abend mit der Aussenpolitik das wichtigste Thema des Tages an.

Dabei dürfte es auch um das Verhältnis zu Russlands Präsident Wladimir Putin sowie die Finanznot in Griechenland gehen.

Obama und Merkel bleiben bei ihrer Sanktionspolitik

Vor dem G7-Gipfel gab es gewichtige Stimmen, die verlangten, Russland müsse wieder zurückkehren in den Klub der Mächtigen. Ohne Russland liessen sich viele grosse Weltprobleme nicht lösen.

Es bestehe aber kein Konsens für eine Wiederaufnahme Russlands, ist Fredy Gsteiger, diplomatischer Korrespondent SRF, überzeugt. «Die G7 lassen sich hier nicht auseinanderdividieren.»

Nach einem Treffen von US-Präsident Barack Obama mit Angela Merkel vor Beginn des G7-Gipfels erklärte das Weisse Haus: Die USA und Deutschland machten eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland weiterhin von der vollständigen Umsetzung des Minsker Friedensplans für die Ukraine abhängig.

Die Staats- und Regierungschefs an einem runden Tisch.
Legende: Gastgeberin Merkel und ihre Kollegen aus den USA, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada und Japan. Keystone

EU-Ratspräsident Donald Tusk betonte ausserdem: Auf dem Gipfel diskutiere man nicht über ein Ende der Sanktionen gegen Russland, wenn schon, gehe es um deren Verschärfung. Am Ende verpflichten sich die G7, mit unbestimmter Frist an den bisherigen Boykotten festzuhalten.

Obama hat «die Lederhose vergessen»

Begonnen hatte der Tag mit einem launigen gemeinsamen Auftritt von Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama. Die beiden waren dabei sichtlich darum bemüht, ein ungetrübtes transatlantisches Verhältnis zu demonstrieren.

Legende: Video ««Es ist immer eine gute Zeit, um ein Bier zu trinken»» abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Vom 07.06.2015.

«Zusammen stehen wir als untrennbare Bündnispartner in Europa und rund um die Welt», sagte Obama bei einer lockeren Begegnung mit Bürgern im oberbayerischen Ort Krün. Seine Lederhose habe er leider vergessen, fügte ein gut gelaunter Obama an. Aber er könne sich ja vielleicht in Bayern noch eine zulegen.

«Als ich vom G7-Gipfel in Bayern gehört habe, habe ich erst gehofft, dass das Treffen zur Zeit des Oktoberfests stattfindet. Andererseits gibt es keine falsche Zeit für Bier und Weisswürste», meinte Obama. Nach der kurzen Rede setzte er sich mit Kanzlerin Angela Merkel für eine zünftige Brotzeit an einen Biertisch.

Tweets zum G7-Treffen und den Demos

7 Kommentare

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  • Kommentar von Hz. imBoden, Ringgenberg
    Bundeskanzlerin Merkel stellt KLAR? «Solange sich Russland nicht zu den grundlegenden Werten des Völkerrechts bekennt und danach handelt, ist für uns eine Rückkehr zum Format G8 nicht vorstellbar»! Wie bei der Vereinigung nach Völkerrecht DDR und Deutschland oder auch wie die USA mit dem Völkerrecht umgeht? Putin sagt auch: Es gibt keinen Grund, vor Russland Angst zu haben! Ein Angriff Russlands auf Mitglieder der NATO sei absolut unvorstellbar.
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  • Kommentar von Jana Vilim, Oberwil
    In Garmisch ist der G7-Gipfel der sieben führenden Industrienationen gestartet. Während sich die anwesenden Staats- und Regierungschefs mit Gesten der Eintracht begrüßten, protestieren auf den Straßen Tausende Aktivisten gegen das Treffen. Die meisten Demonstranten sind sich auch darüber einig, dass „die westlichen Industriestaaten mit unerträglicher Arroganz über die Welt bestimmen und deren Ausbeutung bewusst in Kauf nehmen“.
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    1. Antwort von Hz. imBoden, Oberwil
      Frau Merkel und die Westl.-Politik sollten einmal zur Kenntnis nehmen, dass die damalige deutsche Wehrmacht, also deutsche Väter und Söhne und Verbündete, im 2. Weltkrieg, über 60 Mio mehr oder weniger unschuldige Menschen umgebracht haben, davon ca. 25 Mio Russen und über 10 Millionen russische Frauen und Kinder. Wer einen Krieg anzettelt, müsste eigentlich für alle die schrecklichen Vorkommnisse gerade stehen. Frau Bundeskanzlerin Merkel scheint das leider aber Alles vergessen zu haben?
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  • Kommentar von Marcus Thomas, St. Gallen
    Und was entscheiden sie? Die Russen sind böse aber sonst geben sie nur ne Menge Geld aus und liefern nichts. Sie reden über Armut aber dagegen tun sie nichts. Das ist doch der Gipfel der 7 führenden Wirtschaftsnationen. Warum ist China nicht dabei, Italien aber schon?
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