«Die Griechen können keine Lasten mehr tragen»

Sparmassnahmen allein reichten nicht, sagt Griechenlands Premier Samaras. Das hätten auch die internationalen Geldgeber eingesehen.

Griechenlands Premier Samaras.

Bildlegende: Will seinen Landsleuten keine weiteren Einschnitte zumuten: Griechenlands Premier Samaras. Keystone

Griechenlands Regierungschef Antonis Samaras will seinen Landsleuten keine neuen Einschnitte zumuten. Es werde keine weiteren Kürzungen der Löhne oder höhere Steuern geben, sagte er in einem Interview der Zeitung «Eleftheros Typos».

Neue Streikwelle steht an

Samaras kündigte weitere Reformen an, um Staatsfinanzen und Volkswirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Aber: «Sparmassnahmen allein reichen nicht.» Das hätten inzwischen auch die internationalen Geldgeber festgestellt. Nach seinen Worten sind Investitionen notwendig. Zudem will die Regierung die Schwarzarbeit bekämpfen.

Samaras äusserte sich einen Tag vor Beginn einer landesweiten Streikwelle. Ab Montag wollen die Gymnasiallehrer für mehrere Tage die Arbeit niederlegen. Auch die Bediensteten der Renten- und Krankenkassen kündigten einen fünftägigen Streik an. Mitte der Woche wollen dann alle Staatsbediensteten für 48 Stunden in den Ausstand treten. Die Ärzte in staatlichen Krankenhäusern wollen ab Dienstag für drei Tage nur Notfälle behandeln.