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International Die griechische Agenda: So geht es weiter

Acht Termine spielen für den weiteren Verlauf des griechischen Schuldendramas eine entscheidende Rolle. Dabei dürfte vor allem der 20. Juli tiefrot, doppelt unterstrichen und mit Ausrufezeichen vermerkt in der griechischen Agenda stehen.

EU-Flagge und Griechenland-Flagge vor der Akropolis.
Legende: Stoppt die EZB die Notkredite für Griechenland, ist die Staatspleite unvermeidbar. Am 20. Juli könnte es soweit sein. Keystone

Nach dem Platzen der Verhandlungen mit der EU steuert das hoch verschuldete Griechenland auf die Staatspleite zu.

Wie es in den nächsten Wochen wahrscheinlich weitergeht

  • 30. Juni: Das derzeitige Hilfsprogramm für Griechenland auf europäischer Ebene läuft aus. Athen muss die fällige Rate von rund 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington zahlen. Wenn die Frist dort um Mitternacht abläuft, ist es in Berlin 06:00 Uhr morgens (1. Juli).
  • 1. Juli: Bei seiner nächsten regulären Sitzung wird der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) wieder ausführlich über Griechenland beraten. Am Sonntag hatte die EZB die Notkredite («Emergency Liquidity Assistance»/Ela) für griechische Banken auf dem aktuellen Stand von rund 90 Milliarden Euro eingefroren.
  • 5. Juli: Die Griechen sollen in einem Referendum über das von den Geldgebern vorgelegte Spar- und Reformpaket abstimmen.
  • 6. Juli: Frühestens am Tag nach der Volksabstimmung könnten Griechenlands Banken und die Börse in Athen wieder öffnen.
  • 10. Juli: Griechische Staatspapiere mit kurzen Laufzeiten (T-Bills) in Höhe von 2 Milliarden Euro werden fällig und müssten durch neue abgelöst werden. Dieser Termin ist vor allem für das Urteil der Ratingagenturen wichtig.
  • 13. Juli: Athen muss eine weitere Rate von knapp 500 Millionen Euro an den IWF zurückzahlen.
  • 17. Juli: Weitere T-Bills in Höhe von einer Milliarde Euro werden fällig.
  • 20. Juli: Athen muss insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen. Sollte diese Zahlung ausfallen, dürfte es der EZB laut Experten kaum noch möglich sein, weiter Ela-Kredite an griechische Banken zu vergeben.
Legende: Video Griechenland vor dem Kollaps abspielen. Laufzeit 00:53 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 29.06.2015.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Ein internationaler Fond sollte gegen unbegrenzte Schuldscheine diese Schulden übernehmen und Zinsfrei verwalte. Im weiteren sollten alle gesammelten Spenden nicht an die Banken, sonder an die Bevölkerung und in Investitionen in Griechenland fliessen, sonst bring das nichts und die Banken spekulieren fröhlich weiter. Wenn die nur auf Profit aus sind wird das EU Schiff unweigerlich sinken.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Nun, die Statistik ist verwirrend, denn die meisten T Bills sind im Besitz der EZB, und somit hat Griechenland den grössten Schuldenteil bei der EZB, dabei ist dier IWF peanuts. Dies rund 13 Milliarden können wohl von dem maroden Land nicht aufgebracht werden , sie sind flöte, Dabei hat Tsipras recht weitere Schulden aufzunehmen um die aktuellen Schulden zu begleichen ist dämlich.
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  • Kommentar von Thomas Treichler, Honolulu
    Die Griechen sind Kommunisten und sie verdienen den Kommunismus. Die Regierung hat kein Interesse an einer Loesung mit der EU. Sie will das Land unter den Einfluss Moskau's bringen, vergisst aber dass Russland ein korruptes drittklassiges Land ist. Immerhin hat der Westen Griechenland bereits ueber 500 milliarden Euros Zuwendungen gegeben waehrend die Griechen bereits 7 mal nicht gezahlt haben. Inzwischen muss es auch Putin klar geworden sein dass Genossen Tsipras und Variufakis Versager sind.
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    1. Antwort von m.mitulla, wil
      Die Griechische Regierung ist seit 6 Monaten an der Macht, T.Treichler. Der Schuldenberg hat sich über eine viel längere Zeit angehäuft, insbesondere in den letzten 5 Jahren, in denen die Zwangsmassnahmen der Troika das Land haben ausbluten lassen. Die Wirtschaft ist heute zerstört. So viel zum "Friedensprojekt" Europa mit seinen grössenwahnsinnigen Strippenziehern... Varoufakis und Tsipras haben den Herrschaften im "Westen" einen Spiegel vorgehalten. Das ist schwer zu ertragen.
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