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Xi Jinping besucht Trump Die grossen Streitpunkte zwischen USA und China

Heute Donnerstag treffen sich die beiden Präsidenten. Dabei werden sie mitunter über diese drei Kernpunkte sprechen.

Legende: Audio Chinas Erwartungen an den neuen US-Präsidenten abspielen.
4:48 min, aus Echo der Zeit vom 05.04.2017.

Währungsmanipulation

Trump wirft China vor, seine Währung künstlich tief zu halten, um die eigene Exportwirtschaft zu begünstigen. Dieser Vorwurf stimmt aber seit einigen Jahren nicht mehr: Chinas Zentralbank versucht, mit Milliardenkäufen, die eigene Währung zu stützen, damit der Yuan nicht noch weiter sinkt.

Handelsüberschuss

Das Handelsdefizit der USA gegenüber China betrug im vergangenen Jahr fast 250 Milliarden US-Dollar. Trump wirft China deshalb vor, amerikanische Jobs zu stehlen. Chinesische Stimmen schlagen vor, die Handelsbilanz durch den Verkauf von Waffen aus den USA an China auszugleichen. Die USA haben aber aufgehört die chinesische Armee zu beliefern, seitdem diese 1989 den Tiananmen-Aufstand blutig niederschlug.

Nordkorea

Trump forderte die chinesische Führung dazu auf, stärker gegen den diktatorisch geführten Nachbarstaat Nordkorea vorzugehen – insbesondere durch Handelsblockaden. Aus chinesischer Sicht ist es aber gefährlich, Nordkorea unter Druck zu setzen: Sollte das Land wegen den Sanktionen kollabieren, müssten viele Flüchtlinge nach China ziehen. Sollte das nordkoreanische Regime in die Ecke getrieben werden, könnte es sich dazu entscheiden, seine Waffen einzusetzen.

Die Analyse zu den wichtigsten Streitpunkte beider Weltmächte im Detail finden Sie hier.

USA – China: Der Vergleich

3 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Lieber Herr Trump, China hat im Gegensatz zu Russland einen anständigen und zivilisierten Staatsmann. Mit dem können sie offen reden, ohne permanent angelogen zu werden. Sie brauchen also selbst auch nicht zu lügen.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Da treffen sich zwei praktisch auf Augenhöhe, zumindest wirtschaftlich. Für die USA ist das etwas Ungewohntes. China strebt trotz imenser Widerstände auch im eigenen Land durch Funktiomäre mehr Umweltschonung an. Längerfristig ist dies der einzige Weg. Trump ist in seinem Denken und dem seiner "Einflüsterer" eher rückwärts gewahnt. Viele kleine und grosse Reiche haben sich durch Raubbau an der Umwelt und den Ressourcen selber ein Bein gestellt. Hoffe, CN bleibt bei seinem neuen Kurs.
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  • Kommentar von Karl Kirchhoff (Charly)
    Schuld sind immer die anderen. "Trump wirft China deshalb vor, amerikanische Jobs zu stehlen." Wahr ist: Amerikanische Firmen lassen zur Gewinnoptimierung im Ausland produzieren, US-Verbraucher wollen günstiger kaufen, bzw. bessere Qualität als made in USA. "Chinesische Stimmen schlagen vor, die Handelsbilanz durch den Verkauf von Waffen aus den USA an China auszugleichen." Wer das nicht durchschaut, dem ist nicht mehr zu helfen!
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