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Die Grünen geben heute bekannt, wer für sie in den Ring steigt
Aus HeuteMorgen vom 19.04.2021.
abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
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Die Grünen in Deutschland Vor der grünen Kanzler-Entscheidung: Flügelkämpfe sind passé

So viel demonstrative Harmonie wie an der Doppelspitze der Grünen ist ungewöhnlich. Besonders in der eigenen Geschichte. Flügelkämpfe haben die Partei stets dominiert: linke Fundis gegen Realos. Die neue Parteispitze mit Annalena Baerbock und Robert Habeck hat es geschafft, dass die Grünen nun geschlossen auftreten.

Grünen-Politikern Annalena Baerbock.
Legende: Zur Wahl steht bei den Grünen auch Völkerrechtlerin Annalena Baerbock. Keystone

Nach der letzten Bundestagswahl hätte wohl niemand geglaubt, dass sie mit ihren damals knapp neun Prozent Wähleranteil dieses Jahr ernsthaft eine Kanzlerkandidatin oder einen Kanzlerkandidaten brauchen. Doch die Grünen haben zugelegt – und mit jüngst über 20 Prozent die Sozialdemokraten weit überflügelt. Da sprechen einige schon von einer neuen Volkspartei.

Einzug in die Regierung sehr wahrscheinlich

Und angesichts sinkender Werte bei der CDU/CSU ist eine grüne Kanzlerschaft nicht mehr reine Utopie; der Einzug in die Regierung sogar sehr wahrscheinlich. Dort wollen sie auch hin, das haben sie klargemacht – in welcher Konstellation auch immer. Inhaltlich zielen sie längst auf die ganze Gesellschaft.

CDU/CSU: Noch immer kein Kanzlerkandidat

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Wer tritt für die Deutschen Unionsparteien CDU und CSU als Kanzlerkandidat für die Bundestagswahlen im September an – Armin Laschet oder Markus Söder? Diese Frage ist weiterhin nicht geklärt.

Um Mitternacht ist eine selbstgesetzte Frist abgelaufen. Laut Medienberichten fand in der Nacht in Berlin ein Gespräch zwischen CDU-Chef Laschet und CSU-Chef Söder statt. Dieses ging allerdings ohne Ergebnis zu Ende.

Unterstützung erhielt der bayrische Ministerpräsident Söder von der Jungen Union: Die Jungpartei stellte sich mehrheitlich hinter ihn.

Zur Wahl stehen Robert Habeck, ehemaliger Umweltminister aus Kiel, und die Völkerrechtlerin Annalena Baerbock. Der ehemalige grüne Vizekanzler Joschka Fischer sagte im Norddeutschen Rundfunk über die beiden: «Robert hatte ich schon länger auf dem Radarschirm, aber Annalena kommt für mich quasi aus dem Nichts.» Sie hat stark an Beliebtheit zugelegt und intakte Chancen, als einzige Frau für das Kanzleramt zu kandidieren.

Der Grünen-Politiker Robert Habeck.
Legende: Robert Habeck, ehemaliger Umweltminister aus Kiel, steht bei den Grünen ebenfalls zur Wahl. Keystone

Wenn heute bekannt gegeben werden soll, wer ins Rennen steigt, dann hätten das die beiden unter sich ausgemacht, heisst es. Der Parteitag dürfte es später problemlos akzeptieren.

SRF 4 News, Heute Morgen vom 19.4.2021, 06:00 Uhr

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Bruno Bär  (Wahrheitssucher)
    Habeck wäre super. Ich habe schon diverse Interviews von ihm gesehen. Der Mann hat so ziemlich alles, was ein guter dem Allgemeinwohl dienender Politiker mitbringen sollte: Hohe fachliche als auch emotionale Intelligenz. Einfach Top.
    Frau Baerbock kenne ich nicht.
  • Kommentar von Peter Müller  (PeRoMu)
    Wie sagte Martin Schulz von der SPD: Die einzige Führungserfahrung, die Annalena Baerbock vorzuweisen hat, resultiert aus der Führung ihres persönlichen Büros in Berlin als Abgeordnete des Bundestages. Tja, wenn dem so ist, dann 'guet Nacht am sächsi'. Und abgesehen davon: Für ein so wichtiges und gewichtiges Land in Europa, wie es Deutschland ist, kann ich mir das 'Greenhorn' und Leichtgewicht Baerbock beim besten Willen nicht als Kanzlerin vorstellen.
    1. Antwort von Werner Gerber  (1Berliner)
      So ein Chauviquatsch. Frau Merkel wurde damals auch als Kohls Mädchen bezeichnet und hat all die alten Stiere an die Leine gelegt.
      Wir haben alle Nullahnung wer Frau Baerbock wirklich ist und Scholz zu zitieren ist schon dürftig. Sie ist jedenfalls nicht mit Wirecard verfilzt.
      Wenn man keine Argumente hat diffamiert man den Kontrahenten.
    2. Antwort von Felix Hallmann  (It'sme)
      Vielleicht wäre, nach den aktuellen Lobby-Skandalen der CDU Politiker, ein, wie sie es bezeichnen, "Greenhorn" genau das richtige für die Bundesregierung.
  • Kommentar von Claudia Beutler  (Claudia)
    Ich freu mich sehr über dieses starke grüne Partei. Wenn Annalena Baerbock es will wird sie es auch. Hoffentlich will sie. Ich traue ihr auch mehr Fachkompetenz zu als Habeck.
    1. Antwort von Peter Brenner  (Brenner)
      Nun, Frau Beutler, ihre Fachkompetenz hat sie ja schon mehrfach bewiesen. Am deutlichsten am 21. Januar 2017 im Deutschlandfunk-Interview, wo sie ungerührt und selbstsicher behauptete, dass bei Dunkelheit und Windstille der im "Netz gespeicherte Strom" zum Einsatz käme. Abe viel schlimmer finde ich: Die Journalistin hakte nicht einmal nach.
    2. Antwort von Christoph Heierli  (help)
      Richtig Frau Beutler. Genau meine Ansicht. Sie ist klug,versiert und bestens informiert.So ganz nebenbei kann sie auch blendend artikulieren. Frischer Wind, der auch der Sache der Grünen beste Dienste leistete und leisten wird.Auch wir Schweizer brauchen noch stärkere Grüne. Die übrigen Farben reden viel ohne die Probleme speditiv und wirksam anzupacken. Auch unsere Politik sollte sich mehr an der Zukunft orientieren, statt die alten Eigeninteressen auf Teufel komm raus lauthals kund zu tun