Zum Inhalt springen

International Die letzten Tage der Ära Blatter

Neun Tage, die die Fussball-Welt nicht vergessen wird: Es fing verhalten an, spitzte sich dramatisch zu und schien fast schon wieder ein bisschen abzuebben. Neue Vorwürfe kamen und am Ende erklärte Joseph Blatter, dass er zurücktritt. Ein Überblick:

Legende: Video Der fünffache FIFA-Präsident abspielen. Laufzeit 3:37 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.06.2015.
  • Montag, 25. Mai 2015:

- Uefa-Präsident Michel Platini wirft Blatter in einem Interview vor, der Fifa mit seiner erneuten Kandidatur zu schaden.

  • Dienstag, 26. Mai 2015:

- Erster öffentlicher Auftritt Blatters in der Kongresswoche. «Sie kennen mich, ich bin immer optimistisch», sagt er in Zürich vor dem Besuch der Sitzung der Verbände aus Nord- und Mittelamerika.

  • Mittwoch, 27. Mai 2015:

- Am frühen Morgen nimmt die Schweizer Polizei mehre hochrangige Funktionäre fest. Szenen wie aus einem Krimi vor einen Nobelhotel.

- Wenige Stunden später: Das Fifa-Hauptquartier wird durchsucht, Material beschlagnahmt.

- Die Schweizer Bundesanwaltschaft erklärt: Es geht um die Vergabe der Weltmeisterschaften 2018 an Russland und 2022 an Katar.

- Ein weiterer Funktionär wird im Laufe des Vormittags in Zürich festgenommen.

- In den USA teilt das Justizministerium mit: Zu den Festgenommenen gehören die Fifa-Vizepräsidenten Webb und Eugenio Figueredo. Insgesamt 14 Beschuldigte.

- Die Schweizer Justiz teilt mit, dass wegen des Verdachts auf Korruption mehrere Konten gesperrt wurden.

- Die UEFA fordert die Verschiebung der für Freitag geplanten Präsidentenwahl.

- Die Weltverband sperrt am Abend insgesamt elf Funktionäre vorläufig für sämtliche Fussball-Aktivitäten.

- Erste Stellungnahme von Blatter: «Dies ist eine schwierige Zeit für den Fussball.»

  • Donnerstag, 28. Mai 2015:

- Das Medienecho ist verheerend. «New York Times»: «Ein erster Schritt wäre, sofort Herrn Blatter zu schassen.»

- Blatter lässt seinen Auftritt beim Medizin-Kongress der FIFA am Morgen kurzfristig absagen.

- Blatter beruft die Vertreter aller sechs Konföderationen zu einer Sondersitzung in Zürich zusammen.

- Die UEFA beschliesst nach einem ausserordentlichen Treffen: Der FIFA-Kongress wird nicht boykottiert.

- Platini schliesst bei Wiederwahl Blatters einen Rückzug der europäischen Mannschaften aus allen FIFA-Wettbewerben nicht aus.

- Blatter eröffnet den Kongress: «Sie werden mir zustimmen, dass dies beispiellose und schwierige Zeiten für die FIFA sind.»

  • Freitag, 29. Mai 2015

- Blatter in seiner Begrüssungsansprache: «Machen wir uns an die Arbeit, (...), gehen wir nach vorne, suchen wir die Lösung.»

- Blatter wittert einen Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt der Festnahmen dem Wahlkongress.

- Blatter wird wiedergewählt. Im ersten Wahlgang erreicht er nicht die erforderliche Mehrheit. Herausforderer Prinz Ali bin al-Hussein zieht danach seine Kandidatur zurück.

  • Dienstag, 2. Juni 2015

- Laut «New York Times» hält die US-Justiz FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke für denjenigen, der 2008 von einem FIFA- auf ein US-Konto eine Zehn-Millionen-Dollar-Überweisung angewiesen hat.

- Die FIFA weist noch am Vormittag die Verwicklung des zweiten Mannes hinter Blatter der FIFA in den Korruptionsskandal zurück.

- Die FIFA kündigt am Nachmittag eine Pressekonferenz an.

- Gegen 18.45 Uhr: Die Pk beginnt. FIFA-Kommunikationschef Walter De Gregorio gibt das Wort an Blatter.

- Momente später: Blatter kündigt seinen Rücktritt an der Spitze des Fussball-Weltverbandes an.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Die USA spielt überall dort Polizei und Moral wo es um viel Geld geht , dass ja nicht sie verdient haben, sondern andere tüchtige Menschen. Der Hintergrund ist, Geld mit Macht ein zu treiben mit dem Vorwand, es sei die USA betrogen worden. Selbst aber den eigenen Giftmüll in Milliardenhöhe durch die US- Müll-Mafia nach Südamerika zu schleusen, wird nicht rechtlich verfolgt. So wird die Macht in der USA missbraucht , dazu kommt der Umstand, den Russen die WM ab zuerkennen-wir werden es erleben .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von R.Anderegg, Zürich
    Es würde mich nicht wundern, wenn Sepp Blatter in den nächsten Tagen von den CH und US Behörden angegangenen würde. Bestimmte Kreise in den USA wollen doch nur wieder der CH bewusst schaden, um nach UBS und CS auch noch von der FIFA Geld zu holen, auch aus einer bestimmten Neidkultur heraus, um das Amerikanische Rechtssystem anderen Staaten aufzuzwingen. Die USA werden nun bestimmt so viel Druck auf das linke CH Establishment ausüben, damit unsere Behörden Herrn Blatter verhaften und nachgeben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von R.Anderegg, Zürich
      Nachrichtenlsose Vermögen - UBS/CS und nun die FIFA, es sind immer die gleichen Kreise in den USA, vor allem aus New York, die gegen uns ins Feld ziehen. Die Spatzen pfeifen es doch schon längst von Dach, dass die USA der Schweiz abermals schaden möchten, Herrn Blatter demontieren und die FIFA zerschlagen, um unserem Image zu schaden. Es geht wieder einmal um Neid und die Fortsetzung des Wirtschaftskrieges USA-CH!!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen