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International Die Nato spricht Klartext

Bisher sprach die Nato allenfalls vage von einer direkten Beteiligung Russlands am Ukraine-Konflikt. Doch jetzt, nach einer Krisensitzung des Nato-Rates in Brüssel, verschärft Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen den Ton.

Trotz hohler russischer Dementi sei inzwischen klar: Russische Truppen und russische Waffen befänden sich illegal in der Ostukraine. Russische Streitkräfte seien direkt an Militäroperationen im Land beteiligt. Und Moskau liefere seit langem Panzer, Artillerie, Raketen und Kämpfer.

Den Ton verschärft auch der Kreml. Präsident Wladimir Putin erklärte nämlich vor jugendlichen Anhängern, die Taktik der ukrainischen Armee erinnere ihn an jene Nazi-Deutschlands im Zweiten Weltkrieg.

Ungelöste Territorialkonflikte in der Ukraine

Zur Eskalation trägt auch die Tatsache bei, dass auf einmal wieder eine mögliche Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ein Thema ist. Seit Jahren wurde diese Frage kaum mehr diskutiert. Nato-Chef Rasmussen sagt dazu, die Ukraine könne Nato-Mitglied werden. Sofern sie das wolle und sofern sie die Bedingungen erfülle.

Letzteres ist zurzeit nicht der Fall. Denn das westliche Militärbündnis will eigentlich keine Mitglieder aufnehmen mit Grenz- und Territorialkonflikten, wie sie die Ukraine auf der Krim hat. Ausserdem erfüllt die ukrainische Armee die Nato-Standards bei weitem nicht.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseny Jazenjuk ging dennoch sogleich auf das Angebot ein und erklärte: Man wolle den Status eines blockfreien Landes aufgeben und Kurs Richtung Nato-Beitritt nehmen.

Vier Hilfsfonds für die ukrainische Armee

Der Nato-Rat beschliesst zudem vier Hilfsfonds. Mit ihnen sollen die Reform und der Aufbau der ukrainischen Armee unterstützt werden. Mehrere Nato-Staaten sagen bereits Gelder dafür zu.

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129 Kommentare

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  • Kommentar von S. Schmid, Bern
    Ich bitte Sie: SchrangTV ist ja nun wohl wirklich eine äusserst glaubwürdige Quelle! Heiko Schrang macht sich regelmässig lächerlich und behauptet z. B., Ebola gäbe es gar nicht und sei eine reine Verschwörung. Im übrigen wurde der von Ihnen erwähnte Beitrag inzwischen von Herrn Schrang selber entfernt, so dass ich mich leider nicht von seinen hieb- und stichfesten Argumenten überzeugen kann. Auf dem einen Auge blind, auf dem anderen Radarblick...
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  • Kommentar von marco meier, aarau
    An Georgi, Schmid, Oppliger und Co. Warum werden Blackboxdaten und Funksprüche von MH17 unter Verschluss gehalten? Warum gibt es keine Hilfslieferungen and die Leute in der Ostukraine, wenn sogar Hilfspakete im Irak abgeworfen werden? Habe diese Fragen schon mehrmals gestellt, aber keine Antworten von ihnen...
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    1. Antwort von S. Schmid, Bern
      Die Gründe sind mir genauso wenig bekannt wie ihnen. Beweise können weder sie noch ich liefern. Aber Gedankenspiele seien erlaubt: wenn die MH17 von der UA abgeschossen worden wäre, dann nur, um es der anderen Seite in die Schuhe zu schieben, ein irrtümlicher Abschuss ist ausgeschlossen. Dann wäre aber eine sofortige "Strafaktion" zu erwarten gewesen. Da nun aber die Separatisten schon mehrere Flugzeuge der UA abgeschossen haben, ist da ein versehentlicher Abschuss durch sie nicht naheliegender?
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  • Kommentar von F. Georgi, Küsnacht
    Selbstverständlich lösen diese pro-russischen Kommentare Ängste aus. Wer will schon freiwillig in einem solchen System leben oder dass sich unsere freiheitliche Welt in diese Richtung entwickelt? Nun habe ich da wenig Sorgen, da die Kreml-treuen Kommentatoren hier und in der ganzen Schweiz eine vernichtend kleine Gruppe sind (solch eine Demo würde vermutlich in meinen Garten passen). Aber wie wir aus den 1930er Jahren gelernt haben: wäret den Anfängen. Von daher: 0 Toleranz gegenüber Russland!!!
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    1. Antwort von Roger Stahn, Fraubrunnen
      F. Georgi- Hier gibt es keine pro-russischen Kommentare, sondern vorwiegend Kommentare, welche die marginale Elite der EU/USA/NATO/Kiew & deren Mitläufer zurecht kritisieren, weil sie für die Ukrainekrise verantwortlich sind. Diese kleine Gruppe hat keinen Rückhalt in der Bevölkerung. Ich denke nicht, dass Sie so einen grossen Garten haben. --> Massiver Protest gegen Angela Merkel - 29.08.2014 in Dresden
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