Die Nato testet ihre schnelle Eingreiftruppe

Wie schnell kann die schnelle Eingreiftruppe des westlichen Verteidigungsbündnisses im Ernstfall eingesetzt werden? Dies wird in diesen Tagen erstmals getestet. In weniger als acht Stunden waren heute die ersten Soldaten abmarschbereit. Die Verantwortlichen sind zufrieden.

Die auch «Speerspitze» genannte Eingreiftruppe der Nato soll künftig innerhalb weniger Tage in Krisengebiete verlegt werden können. Sie wird vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts vor allem als Abschreckung gegen Russland aufgebaut. Als mögliche Einsatzorte gelten die baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen.

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Testalarm für die schnelle Eingreiftruppe

0:20 min, aus Tagesschau vom 9.4.2015

Elf Staaten sind beteiligt

In mehreren europäischen Ländern wird nun erstmals der Ernstfall geprobt. Insgesamt nehmen an der Übung nach Nato-Angaben rund 1500 Soldaten aus elf Mitgliedstaaten teil.

«Hauptziel ist es, das neue Konzept eines Einsatzes innerhalb von Dutzenden Stunden – statt wie bisher Dutzenden Tagen – nach Befehlserhalt zu testen», sagte Tschechiens Generalstabschef Jiri Baloun.

Tatsächlich seien innert weniger als acht Stunden nach der Testalarmierung die ersten Soldaten abmarschbereit gewesen, heisst es in einer ersten Zwischenbilanz von Chafplaner Mariusz Lewicki. Man sei mit dem bisherigen Verlauf der Übung sehr zufrieden.