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International Die Schweiz blockiert 75 Millionen Dollar des Janukowitsch-Klans

Viktor Janukowtisch, Ex-Präsident der Ukraine, und sein Klan müssen vorerst auf Teile ihres Vermögens verzichten. Die Schweiz hat Gelder in der Höhe von 75 Millionen Dollar blockiert, welche auf Schweizer Bankkonti lagern. Zusätzlich laufen mehrere Verfahren.

75 Millionen Dollar: So hoch ist der Betrag des Vermögens, den die Schweiz von Personen aus der Ukraine hat blockieren lassen. Sie stützt sich dabei auf die Verordnung des Bundesrats zu den internationalen Sanktionen, die vor drei Monaten in Kraft trat.

Ex-Präsident der Ukraine, Viktor Janukowtisch, während einer Rede im März 2014. Hinter ihm die ukrainische Flagge in Blau und Gelb. Er selbst blickt nach unten.
Legende: Muss sich vorläufig von seinen Millionen in der Schweiz verabschieden: Ex-Präsident Viktor Janukowtisch. Reuters

Dies gab Botschafter Valentin Zellweger, Chef der Direktion für Völkerrecht des EDA, vor dem «Club suisse de la Presse» in Genf bekannt. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten gebe nur den Globalbetrag bekannt und äussere sich nicht zur individuellen Situation einzelner betroffener Personen, sagte Zellweger weiter.

Klan hat zudem Verfahren am Hals

Parallel zu den internationalen Sanktionen gegen die Ukraine laufen in der Schweiz auch mehrere Verfahren. Es geht dabei um Verdacht auf Geldwäscherei.

Zu diesen Verfahren war Anfang Mai bekannt geworden, dass die Bundesanwaltschaft (BA) gegen das Umfeld des abgesetzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch Gelder in der Höhe von mindestens 170 Millionen Franken beschlagnahmt hat.

Betroffen seien praktisch die gleichen Personen und die gleichen Mittel, gegen die auch der Bundesrat eine Sperrung verfügt habe, hiess es damals bei der Bundesanwaltschaft.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    Kann man sowas noch ernst nehmen? Wenn man sich in den Dienst der Mächtigen stellt, ist eine kriminelle Veranlagung von grossem Vorteil, wenn nicht gar unabdingbar. Wird man abgesägt, werden einem die einstmals geförderten Verfehlungen zur Last gelegt. Erinnert irgendwie an Mafiakodex oder Ähnliches. Es gibt Kriminelle und es gibt Politiker. Beide sind Handlanger von potenten Bossen im Hintergrund, die ausschliesslich in die eigene Kasse wirtschaften.
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Wieso muss eigentlich die Schweiz immer für die moralische Aufrichtigkeit einer Person oder eines Staatssystems geradestehen?Immerhin hat der Vatikan auch seine eigene Bank und ist gleichzeitig ein Staat(im Staat/Rosinenpickerei?).Übrigens,schliesst sich die Vatikanbank auch FATCA und dem AIA an?Oder gelten auch hier,infolge Jahrhunderte,wenn nicht gar Jahrtausende alter Begünstigungen, Vorzugsbestimmungen?
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Wo kämen wir hin, wenn wir die Aufrichtigkeit aufgeben? Ist nicht gerade die Aufrichtigkeit ein wichtiger Pfeiler unseres Erfolges?
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    2. Antwort von W. Helfer, Zürich
      Aufrichtigkeit? Ist es nicht merkwürdig, dass die "Aufrichtigkeit" in gewissen Fällen erst dann kommt, wenn Personen der USA od. EU nicht mehr passen?
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