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International «Die Stimmung in Südafrika ist explosiv»

Südafrika ist ein Vorzeige-Schwellenland – zumindest auf den ersten Blick. Doch soziale Gräben teilen das Land. Das hat SRF-Korrespondent Patrik Wülser beobachtet.

SRF-Korrespondent Patrik Wülser fährt mit dem Auto quer durch Südafrika. Er fängt die Stimmung im Land knapp 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid ein.

«Auf ersten Blick fährt man durch ein hochentwickeltes Land», erklärt er. Im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern sei die Infrastruktur hervorragend, es gebe keine Stromausfälle und praktisch überall Telefon und Internet.

Grosse soziale Unterschiede

«Auf den zweiten Blick ist die Stimmung explosiv», weiss Wülser. Es gebe nirgends auf der Welt ein Land, in dem die sozialen Unterschiede so gross seien wie in Südafrika.

Es seien immer noch die Schwarzen, die Hilfsarbeiten erledigten. «Die Weissen sitzen im Restaurant am Tisch, und es sind vorwiegend Schwarze, die sie bedienen», sagt der Korrespondent. Vor allem die Schwarzen seien arbeitslos. Und es seien auch die Schwarzen, die in der Landwirtschaft oder in Minen für mickrige Löhne arbeiteten. 

Diese Unterschiede gebe es nicht nur zwischen schwarzer und weisser Hautfarbe, sondern auch innerhalb der schwarzen Bevölkerung im Land.

«Es gibt eine schwarze Minderheit, eine Elite, die reicher ist als die weissen Reichen», so Wülser. «Diese politische Elite bereichert sich durch Korruption und Geschäfte und verfolgt vor allem eigene Interessen.» Und dazu gehörten nicht die Wohlfahrt aller Mitbürgerinnen und Mitbürger in ihrem Land.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Zum 2ten: Suedafrika ist aller Unkenrufe zum Trotz auf einem guten Weg. Natuerlich sind wir Schwellenland Niemand muss hungern. Jeder hat Anrecht auf monatliche Nahrungspackete mit ausgewogener Nahrung, fuer Kinder sogar angepasst und es gibt die Kinderkuechen wo die Kinder 2x pro Tag gut essen koennen. Dazu bekommt jeder Elternteil der fuer das Kind sorgt Bargeld.. zZ etwa 300rand.. genuegt fuer Einkaeufe mit sfr in der CH fuer etwa 250 sfr Gegenwert.Das Gesundheitswesen ist gratis! ALSO!
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    1. Antwort von Walter Kathriner, Sarnen
      Chapeau, mal was positives von Franz NANNI aus Nelspruit Saud Afrika!
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Quatsch!!! Minen bezahlen hervorragende Loehne und haben ein super Gesundheitsprogram In Restaurants bedienen die Schwarzen, weil die Weissen (affirmatif action) lt Gesetz die Stellen nicht haben duerfen. Es gibt unzaehlige arbeitslose Weisse die auf Unterstuetzung angewiesen sind. Auf Farmen hat man Mindestloehne per Gesetz eingefuehrt, was die Nahrungsproduktion so verteuert, dass viele Farmer ums Ueberleben kaempfen und Angestellte entlassen muessen.. allerdings die Korruption stimmt.
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  • Kommentar von Katharina von Allmen, Zürich
    Es ist sehr erfreulich, einen aktuellen differenzierten Blick auf die Probleme von SA bei SRF zu sehen. Das Versagen der Regierung auf fast allen Ebenen, die grossen sozialen und gesundheitlichen Probleme vor Ort werden in den Medien meist nicht mehr thematisiert. Was ich auf meiner Projektreise im November 2012 vor Ort gesehen habe, hat mich erschüttert und trifft sich mit Herrn Wülsers Bericht. herzlichen Dank dafür. Mehr Hintergrundinfo auf www.aidsundkind.ch
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