Die tödlichen Folgen der Luftverschmutzung

Mehr als sieben Millionen Menschen sterben laut den Vereinten Nationen jedes Jahr an den Auswirkungen verunreinigter Luft. An einem fünftägigen Treffen in Nairobi suchen die 193 UNO-Mitgliedstaaten Wege aus der Smog-Misere.

Autos und Motorräder in dichtem Smog in Peking.

Bildlegende: Peking unter der Smog-Decke: In städtischen Gebieten nimmt die Verschmutzung besonders rasant zu. Keystone

Dass Smog die Gesundheit in Mitleidenschaft zieht, ist klar. Trotzdem sind die Zahlen der Vereinten Nationen (UNO) bestürzend: Für rund sieben Millionen Menschen weltweit hat die Luftverpestung jedes Jahr gar tödliche Folgen.

In städtischen Gebieten habe die Verschmutzung in fünf Jahren um acht Prozent zugenommen, teilten die Vereinten Nationen im Rahmen der zweiten Umweltversammlung in Kenias Hauptstadt Nairobi mit.

Todesfalle Holzkohleöfen

Verantwortlich für die Todesfälle sind Autoabgase, Abfallverbrennungen, aber auch der Rauch von einfachen Holzkohleöfen im Inneren von Häusern. Nach UNO-Angaben kochen mehr als drei Milliarden Menschen weltweit mit ineffizienten Öfen, die sie mit Brennstoffen wie Holz oder Kohle feuern.

Die UNO hat aber auch positive Nachrichten: So sei jedes dritte in Norwegen neu gekaufte Auto ein Elektroauto. Auch habe eine Reihe ostafrikanischer Länder mit der Einführung strengerer Bestimmungen für Fahrzeuge und Treibhausgase Anfang 2015 die dadurch verursachten Emissionen um rund 90 Prozent verringern können.

Die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen wollen bei dem fünftägigen Treffen umweltpolitische Strategien entwerfen.