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International Die Welt schaut gebannt nach Kairo

Die UNO äussert sich besorgt zu den Unruhen in Ägypten. Auch andere Länder verurteilen die Gewalt.

Menschen schleudern Gegenstände, im Hintergrund zerfallene Protestcamps.
Legende: Ägypten setzt ihre Ankündigungen um, die Lage eskaliert. Mehrere Länder rufen nun nach friedlichen Lösungen. Keystone

Die Gewaltexzesse in Ägypten rufen in der ganzen Welt Reaktionen aus. Der UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte sie «auf das Schärfste». Er rief alle Ägypter auf, eine echte Aussöhnung im Land zu fördern, die alle einschliesse.

Die Europäische Union warnte vor weiterer Gewalt. Ein EU-Sprecher sagte: «Konfrontation und Gewalt sind kein Weg, um die wichtigen politischen Fragen zu lösen und die derzeitigen Herausforderungen zu bestehen.», sagte er.

Auch die USA haben den Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten in Ägypten und die Verhängung des Notstands aufs schärfste verurteilt. Die andauernde Gewalt werde den Weg zu einer stabilen Demokratie nur erschweren, sagte ein Sprecher des Weissen Hauses.

Türkei ist entrüstet

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte die ägyptischen Sicherheitskräfte scharf. Er forderte die Vereinten Nationen und die Arabische Liga auf, nicht länger zuzusehen und einzugreifen. Die Türkei zählt zu den schärfsten Kritikern der Entmachtung Mursis durch das ägyptische Militär Anfang Juli.

Katar will Gewaltverzicht

Auch Katar verurteilte Ägyptischen. Der katarische Aussenminister forderte die ägyptische Übergangsregierung zum Gewaltverzicht auf. Katar unterstützte schon vor dem Sturz die Regierung Mursi und seine Muslimbrüder.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Wyssmann, 4552 Derendingen
    Richtig, W. Staub. - Wer zündet im Niltal Kirchen und Klöster an, bedroht Christen mit Erschiessen, schiesst von Dächern auf das Militär, waseliwas? Etwa die Armee selbst? Sollen sich die Soldaten etwa totschiessen lassen und die Waffen wegwerfen...? Dass sich die Kataris, die finanziellen Unterstützer und Waffenlieferanten an die syrischen Ratten das Vorgehen des aegyptischen Militärs veurteilen, ist mehr als verständlich.
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  • Kommentar von Walter Staub, Schwerzenbach
    Mehr als paradox ist die Tatsache, dass der Despot Erdogan, der selbst durch laufende Gewaltanwendung glänzt, andere zum Gewaltverzicht aufruft. Der Erdogan hat wohl Angst, selbst einmal zum Opfer von Gewaltanwendung seiner Militär-Lakaien werden zu können.
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    1. Antwort von Hasan isik, istanbul
      Erdoğan hat keine angst ,Erdoğan und mursi wurden geweahlt und erdoğan ist beliebt wir haben wohlstand in der Türkei seid meinem kindheit über 25 jahren habe in der Schweiz gelebt und seit 18 jahren bin in der Türkei es war noch nie zu vor gut gewesen ich vermisse schweiz nicht mehr es war eine erinnerung und ich glaube Türkei kommt langsam in die spitze das stört leider westen
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