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International Diese Fifa-Funktionäre wurden in Zürich verhaftet

Paukenschlag vor dem Fifa-Kongress in Zürich: Sieben Spitzenfunktionäre sind verhaftet worden – darunter befinden sich zwei Fifa-Vizepräsidenten. Das Bundesamt für Justiz und die US-Justiz nennen Namen.

Das US-Justizministerium hat die Anklage gegen neun Fifa-Offizielle wegen des Verdachts der Verschwörung und Korruption bestätigt und auch die Namen der am Mittwochmorgen in Zürich verhafteten Personen genannt.

Nach Angaben der Behörde verhaftete die Schweizer Polizei Jeffrey Webb, Eduardo Li, Julio Rocha, Costas Takkas, Eugenio Figueredo, Rafael Esquivel and José Maria Marin. Zuvor war von sechs festgenommenen Personen die Rede gewesen. Das Bundesamt für Justiz bestätigte inzwischen ebenfalls, im Verlaufe des Morgens sei ein siebter Offizieller des Weltfussballverbandes festgenommen worden.

Aktuelle, frühere oder designierte Funktionäre

Insgesamt seien 14 Personen wegen organisierten Verbrechens und Korruption beschuldigt, teilte das US-Justizministerium weiter mit. Dazu gehören neben Fifa-Vizepräsident Jeffrey Webb von den Kaimaninseln und dem Fifa-Vize Eugenio Figueredo aus Uruguay noch sieben aktuelle, frühere oder designierte Funktionäre des Weltverbands. Darunter sind laut der Zeitung «New York Times» unter anderem das designierte Fifa-Exko-Mitglied Eduardo Li aus Costa Rica und der frühere Fifa-Vizepräsident Jack Warner aus Trinidad und Tobago. Warner ist ein langjähriger Fifa-Funktionär aus der Karibik, der 2011 nach Korruptionsvorwürfen von seinen Ämtern zurücktrat. Bisher gilt für alle Verhafteten die Unschuldsvermutung.

Darüber hinaus wurde auch das Hauptquartier des Kontinentalverbands Nord- und Zentralamerika sowie der Karibik (Concacaf) in Miami durchsucht.

Sofortige Auslieferung an die USA?

Die in Zürich verhafteten Fifa-Funktionäre werden möglicherweise unverzüglich an die USA ausgeliefert. Voraussetzung für eine sofortige Überstellung ist, dass sich die Festgenommenen in der Anhörung damit einverstanden erklären. Tun sie das nicht, will das Bundesamt für Justiz die USA auffordern, ein formelles Auslieferungsgesuch zu stellen.

Gegen die Fussballfunktionäre wird von der New Yorker Staatsanwaltschaft wegen Annahme von Bestechungsgeldern und verdeckten Provisionen ermittelt. Dabei geht es um Zahlungen in der Höhe von mehr als 100 Millionen US-Dollar.

Das Fifa-Beben in Zürich

Das Fifa-Beben in Zürich

Die Polizeiaktion im noblen Fünf-Stern-Hotel «Baur au Lac» glich einem Hollywood-Film. Dem entsprechend mischte die Twittergemeinde mit bissigen Kommentaren ganz vorne mit.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    In der Fifa läuft vieles über Schmiergeld und Protektion. Manche Beschlüsse haben nichts mit vernünftigen, sozialem Sport zu tun. Es geht ums Geldverdienen, um Macht und Einfluss. Die letzten grosse Entscheidungen gingen auch gegen Interessen der USA. Sämtliche verhafteten Personen stimmten beim Entscheid für Katar 2022 gegen den US-Bewerb. Für mich ist der Entscheid für Katar und die Bedingungen beim Bau und der Austragung auch unvernünftig. Hinter den Verhaftungen steckt aber noch weit mehr.
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    1. Antwort von Christina Bernegg, Horw
      Herr Szabo,dass bei der Fifa vieles über Schmiergeld läuft wissen wir alle. Und wo man hinschaut,ist es auch so.Bei uns läuft im Moment alles dagegen. Unsere Regierung ist bereit den Zusammenschluss von Militär Finanzen und Justiz der Internationalen und der Exetusionen unterzuordnen.Sowas,nennt man Putsch,auch wenn es nur Scheibchenweise geht.Wir haben es sehr weit gebracht. gebracht
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  • Kommentar von Gaudenz Heeb, Biel
    "Make the wörld ä bötter place"
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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Da trifft sich die halbe Lateinamerikanische Mafia von allen möglichen "Geschäften" wieder. Fussball ist doch wirklich nur noch eine Schmierenkomödie. Ich bin Stinksauer.
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