Dilma Rousseff lanciert Kandidatur für ihre Wiederwahl

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ist von ihrer Arbeiterpartei für die Wiederwahl im Oktober nominiert worden. Trotz Kritik liegt die 66-Jährige in den Meinungsumfragen vor ihren wichtigsten Konkurrenten. Zuletzt verlor die Präsidentin an Rückhalt, unter anderem wegen der Fussball-WM.

Rousseff an einem Rednerpult. An der Wand prangt ihr Vorname.

Bildlegende: Dilma Rousseff kandidiert noch einmal für ihre Wiederwahl. Keystone

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff ist von ihrer Partei als Kandidatin für eine Wiederwahl im Oktober aufgestellt worden. Rund 800 Delegierte der Arbeiterpartei stimmten der Nominierung in Brasília per Akklamation zu, wie Parteichef Rui Falcao mitteilte.

Beim Parteitreffen war auch Rousseffs Vorgänger und politischer Ziehvater, Ex-Präsident Luiz Inacio Lula da Silva, anwesend.

Rousseff wurde im Oktober 2010 mit einem Stimmenanteil von mehr als 55 Prozent als Staatschefin gewählt. Sie setzte sich damals gegen den Sozialdemokraten José Serra durch.

Gute Noten von Umfrageinstituten

In den vergangenen Monaten verlor die Präsidentin aber an Rückhalt, unter anderem im Zusammenhang mit der Ausrichtung der Fussball-Weltmeisterschaft, die von Teilen der Bevölkerung als zu kostspielig angesehen wird.

Dennoch liegt Rousseff in den Meinungsumfragen vor ihren wichtigsten Konkurrenten. Die Amtsinhaberin kann auf den Rückhalt von rund 39 Prozent der Bevölkerung zählen, der Sozialdemokrat Aecio Neves auf 21 Prozent und der Sozialist Eduardo Campos auf 10 Prozent.