Dreamliner: Kurzschluss beendet Boeings Traum – vorerst

Amerikanische Behörden haben die verbrannte Batterie eines Dreamliners untersucht. Das Ergebnis: Ein Kurzschluss und eine gefährliche chemische Reaktion, die Flammen auslösen kann. Die zuständige Behörde ist «sehr besorgt».

Die amerikanische Transportsicherheitsbehörde NTSB hat die defekte Batterie eines Dreamliners untersucht. Gefunden hat sie Spuren eines Kurzschlusses und einer chemischen Reaktion gefunden, die zum Durchbrennen der Batterie führt.

Die verbrannte Batterie eine Boeing 787, dem Dreamliner

Bildlegende: In einem japanischen Dreamliner brannte die Batterie. Das Bild zeigt die Batterie nach dem Brand. Reuters

Allerdings sei nicht klar, welcher Defekt zuerst vorlag und wodurch er ausgelöst wurde, sagte die Leiterin der NTSB, Deborah Hersman.

«Das ist ein bislang nie dagewesener Vorfall. Wir sind sehr besorgt», erklärte sie. Über die Dauer der Untersuchung machte sie ebenso keine Angaben wie über eine Rückkehr des Dreamliners in die Lüfte.

Luftfahrt-Experten werteten ihre Äusserungen als Anzeichen dafür, dass dies Wochen dauern könnte. Grünes Licht muss die US-Luftverkehrsbehörde FAA geben. Sie hatte angeordnet, alle Dreamliner in den USA am Boden zu lassen, bis die Ursachen für die Batterieprobleme geklärt sind.

Der Dreamliner ist das prestigeträchtigste Projekt des Airbus-Konkurrenten aus den USA. Das Flugzeug gilt als deutlich sparsamer im Vergleich zu älteren Jets.

Um das Flugzeug leichter zu machen, hatte sich Boeing für moderne Lithium-Ionen-Batterien an Bord entschieden, statt herkömmliche Batterietechnik zu nutzen.