Drei Berlusconi-Vertraute müssen hinter Gitter

Sie sollen Prostitution in Berlusconis Villa begünstigt und organisiert haben. Drei Gefolgsleute von Silvio Berlusconi sind dafür von einem Mailänder Gericht schuldig gesprochen worden. Darunter ein ehemaliger TV-Direktor und ein Mussolini-Anhänger.

In der «Ruby»-Affäre sind drei Vertraute von Silvio Berlusconi zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der Prozess gegen die drei Angeklagten wurde getrennt von dem Verfahren gegen Berlusconi geführt.

Ein Mailänder Gericht befand den ehemaligen TV-Direktor Emilio Fede sowie Lele Mora und Nicole Minetti für schuldig. Sie sollen Prostitution in einer Villa des damaligen Regierungschefs Berlusconi begünstigt und organisiert haben. Fünf bis sieben Jahre müssen die Männer ins Gefängnis.

Mora liebäugelte mit Immunität

Einer der Verurteilten, Lele Mora, wurde ursprünglich mit seiner Künstleragentur in Italien berühmt. Aber nicht nur Künstler hat er vermittelt. Auch Prostituierte standen auf seiner Liste. Die «Rundschau» führte Anfang 2011 ein Interview mit ihm. Damals kündigte der Mussolini- und Berlusconi-Verehrer an, in die Politik einsteigen zu wollen. Das Interessante an dem Beruf: die Immunität.

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Liebesdienste für Berlusconi

13 min, aus Rundschau vom 30.3.2011