Drei Japaner werden mit dem Physiknobelpreis geehrt

Der diesjährige Nobelpreis in der Physik geht an Isamu Akasaki und Hiroshi Amano von der University of Nagoya und an Shuji Nakamura von der University of California in Santa Barbara. Sie erhalten die Auszeichnung für die Erfindung von blauen LEDs – dem Meilenstein auf dem Weg zur weissen Diode.

Die drei Nobelpreisträger in Physik

Bildlegende: Die drei Nobelpreisträger in Physik: Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura (v.l.n.r.). Keystone / Nagoya University

Grosse Ehre für die Wissenschaftler aus Japan und den USA. Die drei Physiker werden mit dem Nobelpreis für ihre Erfindung von Dioden, die blaues Licht ausstrahlen, geehrt.

Die Dioden, die gemeinhin als LEDs (lichtemittierende Dioden) bekannt sind, ermöglichen helle und vor allem energiesparende Lichtquellen. Dies teilte das Karolinska-Institut in Stockholm mit, welches die Nobelpreise vergibt. In Signalanzeigen, Autolichtern und Smartphones – also überall im Alltag – gibt es diese LEDs bereits.

«Mit der Verbreitung von LED-Lampen haben wir nun effizientere und langlebigere Alternativen zu älteren Lichtquellen», schrieb die Akademie in ihrer Begründung. «Im Geiste Alfred Nobels zeichnet der Preis eine Erfindung aus, die der Menschheit wahrhaft grössten Nutzen bringt.»

«Rote und grünes LEDs gibt es schon viele Jahre, aber die blauen fehlten wirklich noch», sagte Per Delsing, Vorsitzender des Nobel-Komitees für Physik. «Wenn man diese drei Farben vereint, bekommt man weisses Licht. Das ist etwas, das schon Isaac Newton gezeigt hat.»

Es sei «unglaublich» gewesen, zu hören, dass er auserwählt wurde, sagte Nakamura, als das schwedische Nobel-Komitee ihn während der Pressekonferenz anrief.

Albert Einstein bekanntester Preisträger

Der Physik-Nobelpreis wird seit 1901 vergeben. Der wohl bekannteste Schweizer Preisträger ist Albert Einstein, der den Preis 1921 entgegennehmen durfte. Der letzte Schweizer, der den Physik-Nobelpreis 1987 erhielt, ist Karl Alexander Müller für seine Entdeckung von Supraleitung in keramischen Materialien.

Die höchste Auszeichnung für Wissenschaftler in den Bereichen Medizin, Physik, Chemie, Literatur und Frieden, ist mit 8 Millionen Schwedischen Kronen (rund eine Million Schweizer Franken) dotiert. Das Karolinska-Institut in Stockholm gibt Morgen Mittwoch den Nobelpreis für Chemie bekannt. Am Donnerstag soll der Preisträger beim Literatur-Nobelpreis verkündet werden. Am Freitag soll dann der Friedensnobelpreisträger bekannt sein.

Die Überreichung der Preise findet traditionsgemäss am 10. Dezember statt, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

Olle Inganäs vom Nobel-Komitee lassen sich LEDs auf viele Arten einsetzen. "Diese Nutzung würde Alfred Nobel sehr glücklich machen. Wir sehen die Auswirkungen dieser Erfindung, wir sehen sie auf der Strasse, überall."

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • LED gewinnt den Nobelpreis

    Aus Tagesschau vom 7.10.2014

    Für die Entwicklung der blauen Leuchtdioden (LED) erhalten zwei japanische sowie ein US-Forscher den diesjährigen Physik-Nobelpreis. Ihre Erfindung liegt gut 20 Jahre zurück und ist inzwischen in fast jedem Haushalt zu finden.

  • Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm zeichnet die drei Forscher aus für die Entwicklung effizienter Leuchtdioden.

    Physik-Nobelpreis für die Entwicklung von Leuchtdioden

    Aus Rendez-vous vom 7.10.2014

    Die drei japanischen Physiker Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura erhalten den diesjährigen Nobelpreis für Physik für ihre Arbeiten zur Entwicklung von blauen Leuchtdioden.

    Hanna Wick