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Drogentote in den USA Trump erklärt wegen Opiate-Epidemie Gesundheitsnotstand

Legende: Video Trump verhängt den nationalen Gesundheitsnotstand abspielen. Laufzeit 0:21 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 27.10.2017.
  • US-Präsident Donald Trump hat angesichts des gravierenden Heroin- und Opioidmissbrauchs in den Vereinigten Staaten einen nationalen Gesundheitsnotstand verhängt.
  • Es handele sich um die schlimmste Drogenkrise in der amerikanischen Geschichte, sagte Trump im Weissen Haus in Washington.
  • Im Jahr 2015 gab es insgesamt rund 52 000 Drogentote, 33 000 von ihnen hatten Opioide genommen. Nach vorläufigen Angaben stiegen die Zahlen 2016 weiter an.

In den USA sterben laut der Gesundheitsbehörde CDC jeden Tag im Schnitt 91 Menschen an einer Opioid-Überdosis. Neben Heroin gehören dazu auch Mittel, die als Medikamente eingesetzt werden.

Zusätzliches Geld wird mit der Verhängung des Gesundheitsnotstands nicht zur Verfügung gestellt. Stattdessen sollen Mittel umgeschichtet werden und schlimm betroffene Bundesstaaten mehr Spielraum bekommen.

Viele Abhängige sind über verschreibungspflichtige Schmerzmittel wie Oxycodon in die Heroinsucht gerutscht. Seit den 1990er Jahren wurden die Medikamente in den USA sehr freizügig verschrieben. Studien hatten Hinweise geliefert, dass die Suchtgefahr nicht so gross sei. Das ist inzwischen widerlegt.

Legende:
Anzahl Tote aufgrund einer Überdosis Heroin (Quelle: National Institute on Drug Abuse) CDC Wonder
Legende:
Anzahl Tote aufgrund einer Überdosis opiumhaltiger Arzneimittel (Quelle: National Institute on Drug Abuse) CDC Wonder

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
    Die USA haben die Opiumschwemme selber zu verantworten; nach dem Sturz der Taliban in der Folge von 9/11 fingen alle Bauern wieder an Opium zu pflanzen, was ihnen unter den radikalen Islamisten verboten war. Opium, sprich Heroin ist darum so günstig wie noch nie in der Geschichte dieser Droge.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Wer auch am frühen Morgen oder sehr späten Abend einmal gute TV-Sender schaut, kann sich über die Zustände in den Süd- +Mittelamerikanischen Ländern, Mexiko usw. ein Bild machen. Drogen, Banden +hoffnungslose korrupte Regierungen haben den Drogenhandel voll im Griff. Da reichen die gewünschten Massnahmen der "Linken" weltweit nie aus, Hilfe für diese Bevölkerungen zu bringen. Trump hat recht, wenn er versucht die Grenzen zu diesen Ländern zu überwachen. Bei uns wollen Linke sogar Legalisierung!
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    1. Antwort von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
      Die Legalisierung wollen alle vernünftigen Kräfte, ein linkes Anliegen ist das schon lange nicht mehr. Die Repression ist fulminant gescheitert. Ich frage mich, wie Sie auf "linke" in der USA kommen: die Partei um Bernie Sanders ist politisch unrelevant.
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    2. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      Wie sinnlos bezüglich Konsum und sogar fördernd bezüglich Kriminalität ein Drogenverbot ist hat die USA schon einmal ausprobiert. Offensichtlich haben weder die Politiker dort wie auch gewisse Hardliner hier nichts gelernt aus der Prohibitionszeit.
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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Der Hauptgrund des Anstiegs der "Drogentoten" sind nicht etwa "mehr Fixer in den Gassen", sondern der Onlinehandel von Medikamenten, meistens Schmerzmitteln oder Alternative Heilmittel. Irgendwo auf der Welt produziert, über Mafiöse Strukturen online billig angepriesen und vertickt, ist dieser Markt mittlerweile massiv grösser als der herkömmliche Drogenmarkt. In Deutschland bereits ebenfalls ein Problem, hierzulande dürften solche "Drogentoten" auch massiv zunehmen.
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