Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Drohende Energieknappheit Atomkraftwerke: Frankreich erlässt Sonderregelung für Kühlwasser

  • Wegen drohender Energieknappheit dürfen fünf französische Atomkraftwerke bis Mitte September wärmeres Kühlwasser als üblich in die Flüsse zurückleiten.
  • Diese Ausnahmeregelung soll verhindern, dass die Kraftwerke die Stromerzeugung reduzieren oder unterbrechen müssen.
  • Das heisst es in einem am Samstag im französischen Amtsblatt veröffentlichten Erlass.
Video
Aus dem Archiv: Frankreich vermehrt auf Stromimporte angewiesen
Aus Tagesschau vom 01.08.2022.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 11 Sekunden.

Für jedes Atomkraftwerk in Frankreich ist eigentlich ganz konkret festgelegt, welche Temperatur nicht überschritten werden darf, um Flora und Fauna des Flusses nicht zu gefährden. Dies wird nun teilweise aufgeweicht.

Derzeit ist wegen Wartungsarbeiten und technischer Probleme nur rund die Hälfte der 56 Atomreaktoren in Frankreich in Betrieb. Wegen der frühen Hitzewellen in diesem Jahr waren seit Mai bereits zwei Atomkraftwerke zeitweise gedrosselt worden, um die Flüsse nicht zu stark aufzuheizen.

Da die Flüsse nach dem niederschlagsarmen Winter und Frühling weniger Wasser führen, werden sie durch das zurückgeleitete Kühlwasser schneller erwärmt.

Meiler in jüngerer Vergangenheit häufig abgestellt

Die nun beschlossenen Ausnahmeregeln betreffen die Kernkraftwerke in Golfech am Ufer der Garonne, Blayais an der Gironde sowie Saint-Alban, Tricastin und Bugey an der Rhone. Die dort nun erlaubte Einleitung wärmeren Kühlwassers wird laut dem Erlass «von einem verschärften Umwelt-Monitoring» begleitet.

Bereits Mitte Juli war für die Meiler in Golfech, Blayias und Saint-Alban eine – damals auf drei Wochen begrenzte – Ausnahme von den üblichen Regelungen zur Wassertemperatur erlassen worden. Jetzt dürfen insgesamt fünf Kraftwerke bis zum 11. September wärmeres Wasser als üblich in die Flüsse lassen.

In den vergangenen Jahren waren französische Atomkraftwerke mehrfach vom Netz genommen worden, wenn die Temperatur der Flüsse zu sehr anstieg. Eine Ausnahme bei der Temperatur des Kühlwassers hatte es allerdings bereits 2018 beim Atomkraftwerk in Golfech gegeben.

Tagesschau, 01.08.22, 19:30 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

46 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von SRF News (SRF)
    Guten Abend liebe Community. Wir danken Ihnen für Ihre Kommentare und wünschen Ihnen einen angenehmen Sonntagabend und einen guten Wochenstart. Die Kommentarspalte wird an dieser Stelle geschlossen. Liebe Grüsse, SRF News
  • Kommentar von marlene Zelger  (Marlene Zelger)
    Ein grosser Fehler war, dass die Atomkraftwerke aufgrund des von der damaligen Energieministerin verursachten Volksentscheides an der Urne nach und nach vom Netz genommen werden müssen.
  • Kommentar von Albert Planta  (Plal)
    Ab 2035 wollen die meisten Autoproduzenten nur noch E Autos herstellen. Die europäischen Länder müssen ihre Stromproduktion bis dann stark erhöhen, wenn sie wollen, dass ihre Fahrzeuge dann immer noch gleich eingesetzt werden wie die heutigen Verbrenner. Man wird nicht umhin kommen auf Kernkraftwerke zu setzen und das trotz aller Nachteile von AKW s.