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Kampf gegen Dschihadisten Duterte will Kriegsrecht verlängern

Rodrigo Duterte vor einem Mikrophon
Legende: Präsident Rodrigo Duderte hat den Senat in einem Brief aufgefordert, der Verlängerung des Kriegsrechts zuzustimmen. Reuters
  • Mitte Mai zogen lokale Islamistengruppen mit IS-Flaggen durch die Strassen der südphilippinischen Stadt Marawi und terrorisierten die Bewohner.
  • Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte verhängte daraufhin das Kriegsrecht über die Region Mindanao.
  • Die Stadt Marawi ist immer noch umkämpft. Es gab schon annähernd 600 Tote.
  • Der Präsident kann nach philippinischen Recht das Kriegsrecht nur für 90 Tage ausrufen. Einer Verlängerung bis Ende Jahr muss der Senat zustimmen.

Duterte kündigte in einem Brief an den Senat an, das Kriegsrecht bis Ende Jahr verlängern zu wollen. Dafür braucht er die Zustimmung beider Kammern des Parlaments. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse gilt dies jedoch als Formsache.

Seit fast zwei Monaten liefern sich Islamisten und Regierungstruppen in der philippinischen Stadt Marawi Kämpfe. Die Stadt ist die einzige auf den Philippinen, die überwiegend von Muslimen bewohnt ist. Bei den Dschihad-Kämpfern handelt es sich mehrheitlich um die lokalen Islamistengruppen «Maute» und «Abu Sayyaf», die sich zum Islamischen Staat (IS) bekennen. Die Kämpfe spielen sich vor allem im Zentrum der Stadt ab.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Lars Benvenido (Swisslars)
    Ich bin jetzt gerade in den Philippinen. Von den Kämpfen in Marawi merkt man eigentlich nicht viel. Ausser natürlich den täglichen Reportagen am TV und die ankommenden Flüchtlingen in gewissen Provinzen (z.B.Negros Oriental) die es geschafft haben dieser Hölle zu entkommen. Duterte hat heute einen neuen Vorschlag gemacht. Wenn sich die diversen islamischen Splittergruppen von dem IS abwenden würden, könnten sie mit mehr Autonomie belohnt werden. Aber eben, klappt dies ? IS zu teuflisch.
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  • Kommentar von J Peter (kritikbuerger)
    Die Terroristen in Marawi sind Söldner aus Indonesien und Malasia, also keine Philippinos. Die Stadt ist seit mehr als einem Monat ohne Strom und Wasser.ein Städtekampf braucht mehr Zeit (siehe Mosul). Leider werden die Zivilisten (ca 200) als Schutzschild genötigt. Wie lange diese Ueberleben ohne Wasser ist fraglich. es gibt 2 Möglichkeiten; die kurze mit bombardieren (200 und mehr tote) oder die Belagerung weiterführen und soviel wie möglich Zivis heraus zuholen. Wählen Sie!!!!!
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