Zum Inhalt springen

International Egypt-Air-Absturz: Verwirrung um mögliche Explosion an Bord

Kam es an Bord von MS804 zu einer Explosion? Quellen behaupteten, die bisher gefundenen menschlichen Überreste deuten darauf hin. Denn bisher seien nur sehr kleine Leichenteile geborgen worden. Der Chef des Ermittlungsteams dementiert nun allerdings.

Mann in Helikopter über Meer.
Legende: Suchtrupps überwachen das Absturzgebiet. Mittlerweile wurden offenbar 80 Leichenteile geborgen. Keystone

Der Chef des ägyptischen Forensikerteams, das den Absturz von Egypt Air MS804 untersucht, widerspricht der These über eine mögliche Explosion an Bord des Airbus 320.

Legende: Video Egypt-Air-Unglück: Rauchalarm vor Absturz abspielen. Laufzeit 01:39 Minuten.
Aus Tagesschau vom 21.05.2016.

Am Morgen hatte ein Forensiker erklärt, die 80 bisher gefundenen Leichenteile seien allesamt sehr klein. «Die logische Erklärung ist, dass es eine Explosion gab.» Laut Agenturen handelt es sich bei dem Mann, der nicht namentlich genannt werden wollte, um ein offizielles Mitglied des Untersuchungsteams.

Hesham Abdelhamid, Verantwortlicher der Rechtsmedizin, sagt nun allerdings: «Alles, was darüber veröffentlicht wurde, ist komplett falsch und beruht auf blossen Annahmen, die nicht von den Forensik-Behörden stammten.»

Suche nach Blackboxes dauert an

Der Airbus auf dem Flug von Paris nach Kairo hatte am Donnerstagmorgen kurz vor dem Absturz zwischen Kreta und Ägypten automatische Signale gesendet, die auf Rauch in der Nähe des Cockpits hingedeutet hatten. Rückschlüsse, was diesen ausgelöst habe, könnten daraus jedoch nicht gezogen werden, hatte die französische Flugunfallbehörde BAE erklärt. An Bord waren 66 Menschen.

Weitere wichtige Hinweise auf die Absturzursache dürften die beiden Blackboxes geben – diese wurden bisher aber noch nicht aufgespürt.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Was geht hier wirklich vor? Oder klarer ausgedrückt, was will man der Öffentlichkeit nicht mitteilen. ? Quellen die nicht genannt werden, Ein Mann der offiziellen Untersuchungsbehörde will auch nicht mit Namen genannt werden. Entweder man hat klare Untersuchungsbeweise oder lässt die ganze , nur auf Sensationen ausgerichtete Berichterstattung ruhen, bis es wirkliche Beweise gibt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die grösste Verwirrung schafft SRF, weil es nicht verifizierte Meldungen verbreitet. Leider gehört klappern zum Berufsbild von gewissen Journalisten. Das geschieht, wenn Sensationen profitträchtiger sind als Fakten. Dabei kann die Realität sehr spannend sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
    Etwas Selbstkritik stünde SRF gut. Spekulationen zu bringen, mag zwar kurzfristig die Sensationslüsternheit der Leser befriedigen, wirkt aber nicht sehr seriös. Man musste im Rahmen der Berichterstattung zum Flug MS804 nun praktisch jede Meldung kurzfristig wieder dementieren, weil die Meldung nicht von den offiziellen Untersuchungsbehörden stammte. Angefangen beim Finden der ersten Wrackteile über Brandmeldungen bis hin zu einer möglichen Explosion durch irgendwas.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen