Ehemalige Pirelli-Manager müssen hinter Gitter

Ein Gericht in Italien hat die früheren Manager wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. 40 Arbeiter waren gestorben, weil die Pirelli-Werke mit Asbest verseucht waren.

Das Logo von Pirelli auf einem Fabrikgebäude

Bildlegende: Die Werke des Reifenherstellers Pirelli waren in den 70er und 80er Jahren mit Asbest verseucht. Keystone

Ein Mailänder Gericht hat elf ehemalige Mitarbeiter des italienischen Reifenherstellers Pirelli wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Das Gericht sprach Haftstrafen zwischen drei und sieben Jahren aus. Die früheren Manager werden für den Tod von 40 Arbeitern verantwortlich gemacht, die in den siebziger und achtziger Jahren in Asbest-verseuchten Pirelli-Werken gearbeitet hatten.

Das Gericht folgte der Strafforderung der Mailänder Staatsanwaltschaft. Unter den Verurteilten sind ein Ex-Geschäftsführer sowie frühere Mitglieder des Pirelli-Verwaltungsrates. Das Gericht muss auch noch über die Entschädigungen entscheiden, die die Verurteilten den Angehörigen der Opfer zahlen müssen. Diese begrüssten das Urteil.

Freispruch sorgte für Eklat

Der Prozess gegen Stephan Schmidheiny um einen Asbest-Skandal in Italien war im vergangenen November mit einem Freispruch wegen Verjährung zu Ende gegangen, was für einen Eklat gesorgt hatte.

Im Verfahren ging es um nahezu 3000 Menschen, die durch Asbest erkrankt waren oder an Folgekrankheiten starben, nachdem sie in Eternit-Werken in Italien gearbeitet hatten.