Zum Inhalt springen

Angriff auf syrische Basis Ein Fünftel von Assads Luftwaffe zerstört

Legende: Video «G7-Gipfel will Übergangsregierung in Syrien» abspielen. Laufzeit 1:22 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 11.04.2017.
  • Bei dem US-Angriff auf eine syrische Militärbasis am vergangenen Donnerstag ist laut US-Verteidigungsminister James Mattis ein erheblicher Teil der Luftwaffe von Machthaber Baschar al-Assad zerstört worden.
  • 20 Prozent der operativen Flugzeuge der syrischen Armee seien vernichtet worden, sagte Mattis.
  • Die US-Streitkräfte hatten von Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer aus 59 Tomahawk-Präzisionsraketen auf die Basis Al-Schairat abgefeuert.
  • US-Präsident Trump hat sich mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und der britischen Premierministerin Theresa May über die Lage in Syrien beraten.

Bei ihrem Angriff auf einen Stützpunkt der syrischen Luftwaffe in der vergangenen Woche haben die USA nach eigenen Angaben 20 Prozent der einsatzfähigen syrischen Kampfflugzeuge zerstört. Das gab US-Verteidigungsminister James Mattis in Washington bekannt. Zusätzlich seien Tankanlagen und Luftabwehrsysteme zerstört oder beschädigt worden, sagte Mattis weiter.

Die syrischen Regierungstruppen seien damit nicht mehr in der Lage, auf diesem Stützpunkt Maschinen zu betanken oder neu zu bewaffnen. Mattis reagierte mit der Information auch auf Berichte, wonach die syrische Luftwaffe von dem beschossenen Flugplatz bereits kurze Zeit später wieder Einsätze flog.

Trump telefoniert mit May und Merkel

Die US-Streitkräfte hatten von Kriegsschiffen im östlichen Mittelmeer aus 59 Tomahawk-Präzisionsraketen auf die Basis Al-Schairat abgefeuert. US-Präsident Donald Trump begründete den Angriff mit dem mutmasslich von syrischen Regierungstruppen verübten Giftgasangriff am Dienstag vergangener Woche auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Chan Scheichun. Die syrische Regierung bestreitet, für den Angriff verantwortlich zu sein. Bei dem Angriff waren viele Zivilisten getötet worden.

Unterdessen hat US-Präsident Donald Trump in zwei getrennten Telefongesprächen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und der britischen Premierministerin Theresa May über die Luftangriffe in Syrien beraten, teilte das US-Präsidialamt in Washington mit.

Sie seien mit Trump über die Wichtigkeit einig, den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad für einen mutmasslichen Giftgasangriff zur Verantwortung zu ziehen, hiess es weiter.

38 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Roland Gadient (Roland Gadient)
    Bei 23 Treffer von 58 Raketenabschüssen, kann man das wirklich glauben, dass ein 1/5 der Syrischen Luftwaffe zerstört sein soll, ich habe meine Zweifel.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Beat Reuteler (br)
      Ich habe auch Zweifel ob 23 von 58 die korrekte Zählung ist.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
    Die "Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)" haben einen offenen Brief an Trump verfasst, in dem sie feststellen, dass es keine Hinweise gibt für ein Giftgasanschlag durch die Regierungstruppen Assads. Ihre informellen Kontakte zu US-Geheimdiensleuten würden dies bestätigen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die selbst ernannten Verteidiger der menschlichen Freiheit (G7), darunter aktuell einige der grössten Verbrecher, profilieren sich wieder einmal im "Assad muss weg". Die "Partner" der USA üben sich im Anstehen am Ort, wo normalerweise nie die Sonne hinscheint. Es stehen ja diverse Wahlen und Entscheidungen an. Keiner will sich gegen die USA stellen, obwohl jeder Vernünftige weiss, dass sie Ursache diverser Probleme sind. Trump kann die dümmsten Lügen von sich geben und keiner hinterfragt sie.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Doch! Bisher hat man alles hinterfragt, was er so gesagt hat. Aber jetzt, bei dieser Behauptung hinterfragt man nicht, weil es allen Mitbeteiligten, welche sich am G7 Gipfel treffen sehr entgegen kommt.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen