Zum Inhalt springen

International Ein indisches Ärztepaar gibt den Ärmsten ihre Sehkraft zurück

Fast die Hälfte aller blinden Menschen lebt in Indien. Viele können sich eine Augenoperation nicht leisten. Ein Ärztepaar gibt ihnen Hoffnung.

Das Dorf Badshahpur unweit der Hauptstadt Neu Delhi. Rund hundert Kinder, Frauen und vor allem ältere Leute haben sich beim Tempel versammelt. Schnell hat sich herumgesprochen, dass die Augenärzte da sind.

Die Augenärzte Reena und Arun Sethi organisieren beinahe täglich Untersuchungen in öffentlichen Schulen und verschiedenen Dörfern Nordindiens. Wegen der starken UV-Strahlung und der Trockenheit leiden überdurchschnittlich viele Menschen an grauem Star oder unter trockenen Augen.

Jeden Tag erblinden in Indien 20'000 Menschen

Das hat auch Folgen für die Wirtschaft: Laut der Weltgesundheitsorganisation könnte die Produktivität in Indien 37 Milliarden Dollar höher sein. Millionen von Indern sind blind, jeden Tag kommen 20'000 dazu, weil es zu wenig Augenärzte gibt.

Arun Sethi hat zwei private Augenkliniken. Mehr als eine Million Patientinnen und Patienten wurden in den letzten Jahrzehnten hier behandlet. Ein Drittel davon gratis. Die Reichen zahlen voll.

Besonders häufig operieren die Augenärzte den grauen Star, unterdessen ein Routineeingriff. Auch bei Anguri Devi aus Badshahpur. Nach dem Untersuch im Dorf wird sie in der Augenklinik operiert - gratis. Nach 20 Minuten ist der Eingriff vorbei.

Nach der Operation nimmt die Ärztin die Augenbinde ab. Die ältere Frau bleibt regungslos sitzen und sagt trocken: «Jetzt sehe ich alles.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Man kann heute von Glück reden, dass die Staroperation heute so einfach und ambulant durchführbar ist. Somit können viele Menschen in Indien profitieren und ihre Sehkraft wieder erlangen. Ich weiss noch gut, wie mein Onkel in den 60er Jahren nach der Star-OP drei Tage lang still auf dem Rücken liegen musste.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Das nenne ich Humanität ! Bei uns kostet eine Graue Star OP sage und schreibe bis zu 3000 Fr.. Da wundern sich die Experten warum die Kassengebühren bald nicht mehr zahlbar sind , weil diese die gewaltigen Summen von 300 - bis 1000 Fr. pro Monat kosten mit zusätzlichen Selbstbehalten von mindestens Fr.300.-
    Ablehnen den Kommentar ablehnen