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Ein Jahr nach Calais-Räumung Polizei geht offenbar zu hart gegen Migranten vor

Menschen vor Polizei
Legende: Migranten werden von der französischen Polizei gestoppt. Keystone
  • Mehr als 1000 Polizisten sollen seit einem Jahr in der nordfranzösischen Hafenstadt verhindern, dass neue Flüchtlingslager entstehen.
  • Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hatte ihr Vorgehen im Sommer schwer kritisiert. Der französische Obmann für Bürgerrechte beklagte «Grundrechtsverletzungen von aussergewöhnlicher Schwere».
  • Ein Bericht des Innenministeriums gibt nun zu: Ein Fehlverhalten der Polizei sei wahrscheinlich.

Die Häufung an Zeugenberichten lasse es «plausibel» erscheinen, dass gegen die Regeln zur Anwendung von Gewalt verstossen wurde, heisst es in einer Kurzfassung des Berichts. Die Versäumnisse betreffen demnach insbesondere den Gewalteinsatz, eine übermässige Nutzung von Reizspray und die Zerstörung von Eigentum der Migranten.

Rund 30 Migranten pro Tag kommen im Raum Calais neu an

Das Innenministerium stellte jedoch heraus, dass der Einsatz für die Beamten laut dem Bericht sehr schwierig sei. Sie seien beispielsweise häufig Ziel von Wurfgeschossen. Zudem habe die Untersuchung keinen Beleg für die schwersten Vorwürfe von Human Rights Watch erbracht.

Vor einem Jahr hatten die Behörden in Calais ein als «Dschungel» bekanntes provisorisches Flüchtlingslager geräumt, in dem zeitweise Tausende Migranten lebten. Heute halten sich wieder 500 bis 700 Migranten im Raum Calais auf.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Ein Bericht der wiederum die Polizei zum Problem machen soll....! Aber das Problem hat die Regierung und die N G O's und die Behoerden verursacht, nicht die Poliziei !!!
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  • Kommentar von Marti Müller (marchman)
    Wen man sieht wie die Migranten mit den Lkw-Fahrer umgehen..
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Der Problem-Dschungel ist längst wieder da wenn auch nicht so gross. Er hat sich nur verschoben. Und nach wie vor belagern die angeblichen "Flüchtlinge" die Verkehrswege, blockieren diese teilweise mit brennenden Barrikaden und greifen Lastwagenfahrer an. Und um "Flüchtlinge" handelt es sich hier nach wie vor nicht. Es sind Migranten, die gern nach England möchten. Wie schon zuvor können sie sich in Frankreich registrieren lassen und in die bereitgestellten Unterkünfte gehen.
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