Ein Linker steigt in den Kampf ums ägyptische Präsidentenamt

Politiker Hamdien Sabahi will es wissen: Er kandidiert für den Präsidentensitz. Damit sagt er Favorit al-Sisi den Kampf an.

Hamdien Sabahi spricht mit einem Mikrofon in der Hand.

Bildlegende: Sabahi verpasste bei der Präsidentschaftswahl 2012 knapp die Stichwahl. Diese gewann der Muslimbruder Mohammed Mursi. Keystone

In Ägypten kandidiert ein Linkspolitiker für das Präsidentenamt. Der 60-jährige Hamdien Sabahi sagte, er wolle mit seiner Kandidatur Armee-Chef al-Sisi herausfordern und den Wahlkampf beleben. Sabahi kann auf die Stimmen von Wählern aus dem liberalen und linken Spektrum zählen, die weder von einem Islamisten noch von einem General regiert werden wollen.

Dass Armeechef al-Sisi für das Präsidentenamt kandidieren wird, ist bisher nicht offiziell bestätigt. Beobachter gehen aber von einer Kandidatur aus und rechnen al-Sisi die grössten Chancen aus.

Zweiter Versuch Sabahis

Der Linkspolitiker Sabahi hatte bereits 2012 für das Präsidentenamt kandidiert. Damals erhielt er am drittmeisten Stimmen. Mit 21 Prozent der Stimmen schied Sabahi in der ersten Wahlrunde aus. In der Stichwahl traten Ahmad Schafiq, der dem gestürzten Machthaber Mubarak nahe stand, und der Muslimbruder Mohammed Mursi gegeneinander an. Die Wahl gewann Mohammed Mursi, der später entmachtet wurde.

Die nächste ägyptische Präsidentenwahl findet voraussichtlich Mitte April statt.

Präsidentschaftswahl 2014