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Macrons neuer Premierminister Ein Mann der Mitte aus Le Pens Stammlanden

Legende: Video Eine Herzensangelegenheit des Neuen aus Paris abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.05.2017.

Édouard Philippe ist 46 Jahre und Bürgermeister von Le Havre. Der Ort liegt in einer Region im Norden Frankreichs, die wirtschaftlich lahmt und unter einer besonders hohen Arbeitslosigkeit leidet. Und: Bei den Präsidentschaftswahlen hatten die Menschen in dieser Region besonders häufig den Front National gewählt.

Das steht auf der einen Seite der Visiten-Karte von Édouard Philippe. Die Rückseite ist ebenso interessant für den neu gewählten Präsidenten Emmanuel Macron.

Philippe ist ein Mann der Mitte, ein politischer Vertrauter von Alain Juppé, aber Mitglied der bürgerlichen Rechten Les Républicains.

Auch im rechten Lager bröckeln die Fronten

Mit Blick auf die Parlamentswahlen wollte die Rechte ihre Partei-Mitglieder zwingen, keine Allianz mit Macrons Partei En Marche einzugehen. Offenbar ohne nachhaltigen Erfolg.

Nach der Linken bröckeln nun auch im rechten Lager die Fronten. Emmanuel Macron setzt darauf, dass weitere rechte Politiker denselben Schritt machen wie der neue Premier und in Frankreich eine neue politische Realität entsteht: Nämlich, dass ehemalige politische Gegner lernen, konstruktiv zusammen zu arbeiten.

Man kann also sagen, dass Emanuel Macron heute schon wieder eine neue Wegmarke setzt, an der sich die französische Politik nun ausrichten muss.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Tayfun Kütük (Tayfun Kütük)
    Einfach töfte und Klug alle mit ins boot zu nehmen und die sache gemeinsam anzupacken.so kann keiner im nachhinei sagen das der presi allein schuld war.da menschen auch machtgierig sind scherrt es sie nicht das ein neo-libi an der macht ist.
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  • Kommentar von Bruno Vogt (bru.vogt)
    "Das ehemalige Gegner lernen konstruktiv zusammenzuarbeiten." Édouard Philippe hat zuerst Juppé unterstützt, danach Fillon und nun eben Macron nur mit einem Ziel vor Augen, Macht. Prinzipien sehe ich bei ihm so wenig wie seinem neuen Chef im Élysée. Der Unterschied zwischen Sozialisten und UMP/Républicains verschwand zuletzt in wichtigen Fragen sowieso immer mehr. Und Macrons Aufgabe ist es jetzt als Schirmherr des Neo-Liberalen Lagers beide zu vereinen. Dies sehen wir nun vorgeführt!
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    1. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Nicht Neo-Liberale, sondern Links-Liberale.
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  • Kommentar von Silvio Silla (Silla)
    Es wäre doch auch in der Schweiz wünschenswert wenn statt Parteien eine starke Bewegung die den Nationalrat aufwühlen würde.Ich wäre sowieso dafür, das bei den Wahlen die Listen der Parteien verschwinden würden. Es würden nicht die gewählt, die zuoberst auf der Liste stehen. DiE Studienabgänger im linken Flügel müsste dann halt auch mal eine Stelle annehmen und nicht mehr als 30 Jahre als Machdemonstration das Ziel haben in der Arena linke Sprüche zu klopfen, Herr Graf.
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