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Eine Frau stirbt Schweres Zugunglück in Österreich

Legende: Video Nachricht Zugunfall Österreich abspielen. Laufzeit 0:22 Minuten.
Aus Tagesschau vom 12.02.2018.

Was ist passiert? Auf dem Weg von Graz (Österreich) nach Saarbrücken (Deutschland) ist in Österreich ein Eurocity (EC) mit einem Regionalzug zusammengestossen. Dabei ist laut Polizei eine Frau ums Leben gekommen. Ausserdem wurden 22 Insassen, darunter drei Kinder, verletzt. Der EuroCity 216 war im Bereich des Bahnhofs von Niklasdorf in der Steiermark mit einem Nahverkehrszug seitlich kollidiert.

Was ist bislang klar? Ein Waggon entgleiste nach dem Zusammenstoss – mehrere Bahnwaggons wurden beschädigt. Bei einem Waggon an der Spitze des EC wurde die gesamte Fensterfront weggerissen. Dabei handelte es sich um einen Wagen der 1. Klasse, erklärte ein Bahn-Sprecher. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Laut Polizei wurden insgesamt 60 Menschen aus dem Zug geborgen. Dutzende Passagiere mussten auch wegen eines Schocks betreut werden. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht – der Einsatz von Helikoptern war wetterbedingt nicht möglich. Auch die beiden Lokführer seien vorsorglich ins Spital gebracht worden und nicht vernehmungsfähig, so ein Polizeisprecher.

Was ist noch unklar? Zur Herkunft und Alter der toten Frau wollte die Polizei keine Angaben machen. Noch weiss man auch nicht, in welchem Zug die Tote sass. Die Unfallursache dieser sogenannten Flankenkollision ist ebenso unklar. Nach Angaben eines Polizeisprechers hat sich der Zusammenstoss offenbar im Bereich von Weichen ereignet, wo sich die Züge näher kommen. Ob es sich um einen technischen Defekt oder um menschliches Versagen handle, müssten die Ermittlungen ergeben. «Einer der Züge war zu früh oder zu spät dran», so ein Sprecher.

Wie fallen die ersten Reaktionen aus? Ein Sprecher der Deutschen Bahn reagiert geschockt und sprach Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus. Nach Bahn-Angaben wird der Zug aus Deutschland auf österreichischem Gebiet von der ÖBB betrieben. Dazu werde in Salzburg das Personal komplett getauscht.

Der österreichische Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. «Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden des Todesopfers. Allen Verletzten wünsche ich eine baldige Genesung. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, die vor Ort helfen!».

Legende: Mindestens eine Person ist beim Unfall ums Leben gekommen SRF

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    @SRF: Ich wohne übrigens in Wil und hätte vielleicht einen sachlicheren Kommentar zu bieten als Andrea Esslinger. (Bronschhofen gehört zu Wil, falls sie hier Zweifel haben)
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    1. Antwort von Andrea-Ursula Leuzinger (Andrea-Ursula Leuzinger)
      Gehört dieser Kommentar zur Meldung vom 12.02.2018?
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  • Kommentar von Thomas Käppeli (Tokapi GT)
    Zugunglücke gibt es, seit es die Eisenbahn gibt. Subjektiv entsteht der Eindruck, dass solche Unfälle aktuell weltweit häufiger vorkommen. Vielerorts liegt die Ursache in veraltetem Rollmaterial/Bahninfrastruktur. Sollte eigentlich in Europa weniger vorkommen. Hier liegt es wohl mehr an zunehmenden „Dichtestress“ und Materialverschleiss der auch logistisch hoch anspruchsvollen Bahnsysteme. Trotzdem möglich, dass in Bezug auf geleistete Passagierkilometer die Unfallhäufigkeit sogar abnimmt.
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    1. Antwort von Geneviève Schmid (Geneviève)
      Bezogen auf die geleisteten Km passiert wirklich weniger. Mehr Verkehr auf der Schiene entlastet den auf der Strasse und der dichte Takt ist ein extrem wichtiger Standortfaktor der Schweiz. Das Material ist aber auch einer höheren Belastung ausgesetzt (Fahrten im 2-Min.-Takt mit Mindestabstand bringt schnelleres Bremsen und Start an den Stationen mit sich - hohe Belastung = Verschleiss für die Schiene): Wenn wg. Spardruck dann nicht entsprechend früher saniert wird, riskiert man solche Unfälle.
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