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Vertriebene innerhalb Afrikas Eine Million südsudanesische Flüchtlinge

Legende: Audio Eine Million vertriebener Menschen aus Südsudan. abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
1:21 min, aus SRF 4 News aktuell vom 17.08.2017.
  • Im Südsudan herrscht seit 2013 Bürgerkrieg. Hintergrund sind Auseinandersetzungen zwischen den grössten Bevölkerungsgruppen, den Nuer und den Dinka.
  • Der Staat Südsudan existiert als eigener Staat seit 2011.
  • Pro Tag fliehen durchschnittlich 1800 Menschen ins Nachbarland Uganda. Mittlerweile leben laut den Angaben der UNO rund eine Million Geflüchtete dort. Die UNO spricht von der am schnellsten wachsenden aktuellen Flüchtlingskrise.

In den letzten zwölf Monaten seien jeden Tag 1800 Menschen aus dem Südsudan nach Uganda gekommen, schreibt das Flüchtlingshilfswerk der UNO, das UNHCR. Die 1800 Personen sind mehrheitlich Frauen und Kinder.

Sie sind auf der Flucht vor dem blutigen Konflikt, der seit 2013 in ihrem Land tobt. Ein Machtkampf zwischen Staatspräsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar hat den ölreichen Südsudan in einen Kriegsschauplatz verwandelt. Immer wieder gab es Friedensverhandlungen. Sie haben nur in weiteren Kämpfen geendet.

Zu wenig zu essen und zu viel Gewalt

Die Menschen, die nach Uganda und in andere Nachbarländer flüchten berichteten von barbarischer Gewalt, von sexuellen Übergriffen und von Entführungen, schreibt das UNHCR. Und die Zahl der Menschen, die allein nach Uganda flüchten, nimmt nicht ab. Das hat auch Folgen für die Menschen, die schon da sind.

Es fehle an Essen, an ausreichender medizinischer Versorgung, an Lehrern, die die Flüchtlingskinder unterrichten könnten. Und der UNO, die das alles bereitstellen sollte und möchte, fehlt es an Geld.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Deborah Crabtree (D. Crabtree)
    Mit dem Geld was in Europa für einen Flüchtling ausgegeben wird, würde für 100+ in Uganda reichen. Die UNO ist klar kontraproduktiv. Die Afrikaner, und auch die Araber, müssen endlich hinstehen und ihre Probleme selbst lösen. Es wäre an der Zeit sämtliche Soldaten und finanzielle Hilfen aus den Ländern abzuziehen. Was haben die westlichen Einmischungen gebracht? Totale Abhängigkeit der Menschen. Sie wissen irgend jemand wird sie ernhähren und unterbringen.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die UNO hat das im ersten sicheren Fluchtstaat bereitzustellen, statt die Fluechtlinge zu Fernreise-Sozialturisten mutieren zu lassen. Und sie haette 0,ploetzlich genug Geld, wenn die UNO die Staaten oder die Besetzungsmaechte, aus deren Gebiet die Fluechtlinge wegen Krieg(sverbrechen) fluechten mussten zur Zahlung der Rechnung zwingen wuerde....
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Seit 2013 weiss die UNO über die Situation. Besonders frustrierend ist, dass der Südsudan seine Unabhängigkeit vom Sudan blutig erkämpft hat und die Welt hat den Staat mit Riesentamtam bejubelt und anerkannt. Nun, wenn sich die grösste Flüchtlingskrise abzeichnet, MÜSSEN UNO und Regierung jetzt reagieren und für die Leute sorgen. Sonst (Ironie on) gibt es Krieg, und keiner geht hin... (frei nach C. Sandburg). Und eins vorweg: Für diesen Krieg ist Europa nun wahrlich nicht verantwortlich.
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