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International Einigung auf Gefangenenaustausch in der Ukraine

Die Ukraine-Kontaktgruppe hat sich an ihrem Treffen in Minsk auf einen Austausch aller Gefangenen geeinigt. Von einem Friedensplan sind die ukrainische Regierung und die pro-russischen Separatisten aber weit entfernt.

Russische Botschafter und Leonid Kutschma stehen hinter einem Fenster.
Legende: Beratungen hinter verschlossenen Türen: Russische Botschafter mit dem früheren ukrainischen Präsidenten Leonid Kutschma. Reuters

Seit Mittwochabend berät sich die Ukraine-Kontaktgruppe in der weissrussischen Hauptstadt Minsk über Friedensmassnahmen im Konflkt in der Ostukraine. Ein Lichtblick der ersten Verhandlungen seit mehr als drei Monaten ist die Einigung auf einen Austausch aller Gefangenen.

Legende: Video Vor schwierigen Ukraine-Verhandlungen in Minsk abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus Tagesschau vom 24.12.2014.

Die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk seien bereit, 150 ukrainische Sicherheitskräfte gegen 225 Gefangene auszutauschen. Das berichtete die Agentur Interfax unter Berufung auf den prorussischen Separatistenführer Alexander Sachartschenko. Die übrigen Schritte eines Friedensplanes für die Ostukraine müssten aber weiter erörtert werden, sagte er.

Die am Mittwoch bis in die Nacht geführten Verhandlungen über den Konflikt im Donbass hätten einen «vorbereitenden Charakter» gehabt, sagte Separatistenvertreter Denis Puschilin. Die Separatisten bezeichneten die Gespräche als schwierig.

Sie wollen erreichen, dass die ukrainische Regierung ihre Wirtschaftsblockade im Donbass aufgibt. Ausserdem ist der von ukrainischen Regierungstruppen kontrollierte Flughafen Donezk umkämpft. Jede Seite des Konflikts erhebt Anspruch auf den strategisch wichtigen Flughafen.

Die Gespräche in der weissrussischen Hauptstadt Minsk finden unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) statt. Anwesend sind Vertreter Russlands und der Ukraine sowie der pro-russischen Separatisten.

In Minsk soll als Hauptziel die seit Monaten brüchigen Waffenruhe gefestigt werden. Separatistenführer Sachartschenko warf der Regierung in Kiew vor, einen Krieg vorzubereiten. Kiew will die Kontrolle über die nach Unabhängigkeit strebenden Regionen Donezk und Lugansk zurückgewinnen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Stanic Drago, Delemont
    Gespräche würde unterbrochen. Es braucht es nicht zu erwähnen welche Partei wollte weiter nicht verhandeln. Ukraine kann sich ein Krieg nicht leisten. Leider ukrainische Regierung kann sich Frieden nicht leisten. Mit ein Friedensvertrag würde diese Regierung in paar Woche weg von Fenster. Nur mit einen flammenden Konflikt, kann diese Regierung ablenken von Strom unterbrüchen, nicht ausbezahlten Renten und Anarchie welche Rechtssektor Bataillone verursachen.
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    1. Antwort von S. Meier, Adliswil
      Der Separatistenvertreter Denis Puschilin teilte der Agentur Interfax mit, dass die Aufständischen mit der OSZE die neue Zusammenkunft vorbereitet hätten. Allerdings habe die ukrainische Seite nicht reagiert.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Die Ukraine besteht aus drei Regionen; der strategisch relevanten Krim, dem wirtschaftsstarken Osten und der Westukraine mit undichtem Atomkraftwerk (Tschernobyl). Die Krim gehört wieder zu Russland, die Ostukraine kämpft um die Unabhängigkeit und ein undichtes Atomkraftwerk mit eigenem Parlament nennt ihr also "die Ukraine" -lol-
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  • Kommentar von M.Krebser, BE
    Sehr lesenswerter Artikel ---> "Das absurde Kriegstheater der USA" bei freitag.de ( siehe auch Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine).
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    1. Antwort von H. Bernoulli, Zürich
      Das Gesagte kann man durch Originaltexte bzw. unverdächtige Quellen (MSM, Regierungsbotschaften, Reden, Beiträge von "Insidern" usw.) d.h. ohne Gefahr, einer Lüge von der "anderen Seite" aufzusitzen, zu einem erschreckend hohen Teil verifizieren. Sehr erhellend: "Zbigniew Brzezinski über die Ukraine-Krise und den Kampf gegen Russland - YouTube" (mühsam mit den Untertitteln). -> wahres Gesicht der USA wird klar, man muss nur überlegen, was die "geschliffenen" Aussagen des Mr. B. real bedeuten!
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