Empörung nach brutalem Akt gegen ukrainische Journalistin

In Kiew wurde eine investigative Journalistin brutal niedergeschlagen. Den Protesten gegen die Regierung gibt die blutige Tat neuen Schub.

Demonstranten mit Transparenten

Bildlegende: Für die Demonstranten ist Tatjana Tschornowol eine Märtyrerin. Keystone

Das war kein Zufall, soviel steht für die pro-europäische Opposition in der Ukraine fest: In der Ukraine ist die regierungskritische Reporterin Tatjana Tschornowol bei einem Überfall von drei Männern krankenhausreif geprügelt worden. Wenige Stunden zuvor hatte Tatjana Tschornowol Fotos veröffentlicht, die den extravaganten Lebensstil des Innenministers dokumentieren. Die für ihre Kritik an Präsident Viktor Janukowitsch und Enthüllungen von Korruptionsskandalen bekannte Journalistin liegt schwer verletzt in einer Klinik.

Den Verdächtigen auf der Spur

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Anschlag gegen ukrainische Journalistin

1:30 min, aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 26.12.2013

Hunderte Menschen protestierten in Kiew gegen Gewalt an Medienvertretern in der Ex-Sowjetrepublik. Tschornowol hatte in den vergangenen Wochen auch vom zentralen Unabhängigkeitsplatz, dem Maidan, über die proeuropäischen Kräfte um den Oppositionsführer und Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko berichtet. Sie beteiligte sich dort zudem aktiv an den Protesten gegen den prorussischen Kurs von Janukowitsch. Der Präsident verurteilte inzwischen den Überfall.

Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest und suchte nach einem dritten Täter, wie das Innenministerium mitteile. Die Hintergründe der Tat waren unklar. Die Männer hatten die junge Frau in der Nacht aus ihrem Wagen gezogen, verprügelt und dann mit schwersten Verletzungen in einen Strassengraben geworfen. Die Verfolgungsfahrt wurde von der Autokamera aufgenommen (siehe unten).