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Entführung in Kamerun Sieben Schweizer Geiseln befreit

  • Die kamerunische Armee hat zwölf Touristen aus der Schweiz und aus Italien aus den Händen von bewaffneten Geiselnehmern befreit.
  • Das teilte die Regierung des zentralafrikanischen Landes mit.
  • Die sieben Schweizer und fünf Italiener sind am 2. April im Südwesten des Landes entführt worden.
  • Das kamerunische Nachrichtenportal CNT berichtet, die Entführer gehörten zu einer Rebellengruppe.
Soldaten vor einem Jeep.
Legende: Beim Spezialeinsatz der kamerunischen Armee sollen mehrere Rebellen getötet worden sein. Twitter/@todaycameroon

Die Entführungen ereigneten sich im englischsprachigen Westen Kameruns, wo Separatisten für einen unabhängigen Staat kämpfen. Die Unabhängigkeitsbewegung beklagt eine Diskriminierung der Anglophonen durch die französischsprachige Mehrheit.

Toter Tourist aus Tunesien

Sie erklärte am 1. Oktober vergangenen Jahres symbolisch die Unabhängigkeit des Staates «Ambazonia». Kameruns Präsident Paul Biya reagierte mit aller Härte und ordnete Durchsuchungen und Reisebeschränkungen an.

Etwa ein Fünftel der Kameruner gehört der anglophonen Minderheit an, die übrigen Bewohner des zentralafrikanischen Landes gehören zur französischsprachigen Mehrheit. Die sprachliche Aufteilung des Landes ist eine Folge der Kolonialzeit.

Vor zwei Wochen hatte Kameruns Armee in der Region einen entführten Tunesier befreit, ein weiterer kam bei dem Einsatz ums Leben. Er war der erste Ausländer, der in dem Konflikt getötet wurde.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Stefan Meier (S.Meier)
    Anscheinend wurde die Touristen doch nicht entführt: https://www.reuters.com/article/cameroon-security-tourists/european-tourists-were-not-kidnapped-in-cameroon-tour-operator-idUSL5N1RH5I7
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Die frankofone Zivilisation ist nicht nur wegen der Egalite die einsame Spitze der Zivilisation. Die Diskriminierung der Leute (ausgenommen gute Kunden und Schueler sowie gar auch Leerer von Privatschulen) ohne Sprachdiplom der Academie Francaise ist aber leider ein nicht nur kamerunisches Problem....
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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Sowas regt mich immer wieder auf. Auf Biegen und Brechen Touristen spielen, sich in Lebensgefahr begeben, dass man nachher sagen kann: Ja, diesen Frühling haben wir Kamerun bereist. BEREIST!!! Wer die Reisehinweise des EDA ignoriert, hat mein Mitleid nicht. Da werden unsere Steuergelder für Ignoranten verplempert. Hier die klaren Reisehinweise des EDA: https://www.eda.admin.ch/eda/de/home/laender-reise-information/kamerun/reisehinweise-kamerun.html
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Die Reisehinweise des EDA sind sehr selektiv. Ganz lustig wirds, wenn Touristen vor dem Bereisen gewarnt, Gschaftlhuber aber nur zur Vorsicht (sich nicht zur falschen Zeit an den falschen Ort begeben) gemahnt werden. Auf Grund dessen, koennen sich die Versicherungen um die Entschaedigung fuer verletzte, getoetete oder entfuehrte Touristen befreien, muessen aber fuer Exportponzen und ihre exponierten Heloten weiterblechen....
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    2. Antwort von P Bert (Bert)
      Praktisch für jedes Land dass ich bereisen will hat das eda gewisse Vorbehalte. Ich will nunmal nicht in Mallorca im all-inclusive Hotel sitzen um mir Cocktails reinzuziehen, sondern auch eine gewisse kulturelle Erfahrung machen.
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    3. Antwort von Tobi Hartmann (Tobias Hartmann)
      Die Reisehinweise des EDA sind praktisch nichts wert. Veraltet oder von diletantischen Klischees und Vorurteilen durchzogen und zudem viel zu wenig differenziert. Die meisten Grossstädte der USA haben Sektoren die gefährlicher sind als viele der Länder vor denen das EDA warnt zB. in Südamerika.
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