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Urteil aus Strassburg Entlassung wegen privater Internetnutzung nicht rechtens

Legende: Audio Urteil zu privater Nutzung von Mails bei der Arbeit abspielen. Laufzeit 2:05 Minuten.
2:05 min, aus Info 3 vom 05.09.2017.
  • Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat eine Entlassung wegen privater Internetnutzung am Arbeitsplatz für nicht rechtens erklärt.
  • Die Überwachung der elektronischen Kommunikation eines Arbeitnehmers bedeute eine Verletzung seiner Privatsphäre.

Geklagt hatte ein rumänischer Ingenieur, der wegen der privaten Nutzung seiner beruflichen E-Mail-Adresse gefeuert worden war. In Rumänien hatte der 38-Jährige vergeblich gegen seine Entlassung geklagt: Die rumänische Justiz stellte fest, das Unternehmen habe im Rahmen des geltenden Arbeitsrechts gehandelt, und der Ingenieur sei über die Regeln informiert gewesen.

Dieser Auffassung hatte sich eine kleine Kammer des Strassburger Gerichts im Januar 2016 weitgehend angeschlossen und die Klage abgewiesen. Der Rumäne legte dagegen Berufung ein.

Die Klage wurde daraufhin von den 17 Richtern der Grossen Kammer des EGMR überprüft. Deren Entscheidung ist rechtskräftig und könnte die Rechtsprechung in den 47 Mitgliedsländern des Europarats – darunter auch die Schweiz – massgeblich beeinflussen.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Da hätte so manche Firma keine Mitarbeiter mehr . Zudem kann der Mitarbeiter heute schon alles was ihn privat betrifft über seinen privaten Hosentaschen PC regeln . Somit ist eine Benützung des Geschäfts - PC gar nicht mehr notwendig . Wer ein Geschäftsmail für private Dinge benützt wie persönliche Bestellungen über die Firma oder Ähnliches, muss das vorgehend vereinbaren - alles andere ist illegal und zieht Folgen nach sich .
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  • Kommentar von Walter Vogt (W. Vogt)
    @Redaktion: Ich verstehe den Inhalt dieses Beitrages nicht richtig: Hat der Mitarbeiter a) während der Arbeitszeit private Mails geschrieben oder hat er b) während seiner Freizeit die berufliche Mail-Adresse verwendet?
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    1. Antwort von Serena Gnabry (SerenaG)
      Stimmt und ob mit dem Firmencomputer oder mit seinem Smartphone wäre auch interessant zu erfahren.
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  • Kommentar von W Streuli (Wernu)
    Vielleicht bin ich zu altmodisch eingestellt, aber ich vertrete stets noch die Philosophie, das während der Arbeitszeiten immer noch für die Firma gearbeitet werden soll und da hat private Kommunikation via mail, oder über soziale Netzwerke wie Facebook, Whats app, oder wie der Müll sonst noch heissen mag, schlichtweg nichts zu suchen !!!
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