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Entscheid am Gipfel EU leitet zweite Phase der Brexit-Verhandlungen ein

Legende: Video EU-Mitgliedsstaaten stimmen Phase 2 des Brexit zu abspielen. Laufzeit 1:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 15.12.2017.
  • Um bis Herbst 2018 einen Vertrag über den Austritt Grossbritanniens unter Dach und Fach zu bringen, hat die EU die Ausweitung der Brexit-Verhandlungen gebilligt.
  • Deren Fokus soll auf einer Übergangsphase nach dem Brexit sowie auf künftigen Wirtschaftsbeziehungen liegen.
Donald Tusk und Theresa May
Legende: EU-Kommissionspräsident Donald Tusk gratuliert der britischen Premierministerin Theresa May. Keystone

EU-Ratspräsident Donald Tusk gratulierte der britischen Premierministerin Theresa May am Freitag zum Erreichen dieses wichtigen Etappenziels.

Die Staats- und Regierungschefs der anderen 27 EU-Länder hätten sich auf eine Ausweitung der Brexit-Verhandungen verständigt, teilte EU-Ratspräsident Donald Tusk im Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

In der zweiten Phase geht es um eine von London gewünschte zweijährige Übergangsphase nach dem Brexit im März 2019 und die Vorbereitung eines künftigen Handelsabkommens. Dafür stehen schon in den kommenden Wochen wichtige Weichenstellungen bevor.

Zwei Jahre Übergangszeit

Nach dem Gipfelbeschluss will die EU-Kommission bereits am kommenden Mittwoch Empfehlungen für die Übergangsphase vorlegen, die Grossbritannien nach dem Vollzug des Brexit im März 2019 einen befristeten Verbleib in Binnenmarkt und Zollunion ermöglichen soll.

May strebt dafür einen Zeitraum von etwa zwei Jahren an. Die Verhandlungen zwischen London und Brüssel über diese Übergangsphase sollen Ende Januar oder Anfang Februar 2018 beginnen.

Abschluss der Gespräche im Oktober 2018

Bei einem Gipfel Ende März wollen die EU-Chefs dann Leitlinien für die Verhandlungen über die künftigen Beziehungen zu Grossbritannien verabschieden.

Dann soll es auch konkrete Gespräche über das von London gewünschte Handelsabkommen geben. Einen Abschluss der Gespräche über den gesamten Austrittsvertrag strebt die EU bis Oktober 2018 an.

Tweet EU-Ratspräsident Tusk

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