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International Erbil im Nordirak: Lichtblick in einem umkämpften Land

Der Irak bereitet sich auf die Parlamentswahlen vom 30. April vor. Während das Kernland in einer schweren Krise steckt, prosperiert das autonome Kurdengebiet im Norden.

Die Zitadelle ragt 30 Meter über der lärmenden Stadtmitte von Erbil.
Legende: Mit der über 7000 Jahre alten Zitadelle will Erbil Touristen anlocken. ZVG

Erbil ist schön geworden. Und jetzt, da die Hauptstadt des irakischen Kurdengebiets auch noch arabische Tourismus-Hauptstadt des Jahres ist, wird noch mehr gehämmert und restauriert – auf der Jahrtausende alten Zitadelle, die das Stadtzentrum überragt, und auch unten am alten Markt. Am Horizont wachsen derweil die Glaspaläste.

Ein Arbeiter trägt einen grossen Balken über eine der zahlreichen Baustellen in Erbil.
Legende: Überall in Erbil wird gebaut - Hotels, Geschäftshäuser, Shoppingmalls. Reuters

Erbil sieht sich schon als neue regionale Wirtschaftsdrehscheibe. Während das irakische Kerngebiet nicht aus der schweren Krise herausfindet, grenzt sich das Kurdengebiet im Norden selbstbewusst ab – dank seiner gewaltigen Erdöl- und Erdgasvorräte und seiner Autonomie.

Die amerikanischen Invasionen im Irak haben den Kurden die Selbstverwaltung gebracht. Bagdad ist weit weg. Arabisch wird an der Schule nur noch als Fremdsprache unterrichtet. Manche im Nordirak träumen gar schon von kurdischer Unabhängigkeit. Die irakische Parlamentswahl Ende Monat ist vielen Kurden weniger wichtig, als die lokale Politik im Autonomiegebiet. Dominiert wird diese von den alten Parteien der kurdischen Freiheitskämpfer, den Peschmerga.

Diese Parteien hatten sich in der Vergangenheit grosse Verdienste erworben. Zwar verdanke ihnen der Nordirak Stabilität und wirtschaftliche Perspektiven. Aber sie verteilten das Geld aus dem Öl-Boom nicht gerecht und profitierten vor allem selbst davon, kritisieren viele im Autonomiegebiet. Bleibt abzuwarten, ob sie die vor den Parlamentswahlen versprochenen Reformen dann auch umsetzen.
(aebn;lin)

Erbil in der Autonomen Republik Kurdistan

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7 Kommentare

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  • Kommentar von D. Flückiger, Zürich
    @Dreier: Da haben Sie aber mächtig daneben gehauen. Sie können das doch viel einfacher Ausdrücken. Gibt es irgendwo Probleme, waren's die Amis! Jeder Ihrer Kommentare ist gleich und Sie sprechen von Propaganda....
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Dort gibts halt kein Erdöl in dieser Region. Da machts für die Amis keinen Sinn, welchen Leuten eine Bombe ans Auto zu kleben und so die Bevölkerung gegeneinander anzuhetzen. Die Bevölkerung gegeneinander aufzuhetzen ergibt nur da Sinn, wo man davon ablenken will, das die Amis im Hintergrund das Erdöl abpumpen.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Haben sie den Artikel nicht gelesen?Dort ist von gewaltigen Erdöl und Erdgasvorräten in der besagten Region die Rede
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    2. Antwort von Robert Frei, Wettingen
      @E.Dreier: Woher kommt wohl das Geld für den im Artikel beschriebenen Aufschwung? Die Gegend Erbil / Kirkuk hat die reichsten Ölfelder im Irak.
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    3. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Meinen Sie, ich lese diesen gleichgeschaltete, pro-amerikanische Propaganda jeden Tag? Da würde ja den Verstand verlieren und am Schluss sogar noch auf Kommando mitklatschen. Oder sogar noch Jemandem erschiessen, bloss weil er von einem anderen Land kommt (genannt Krieg), bloss weil der Führer Obama zu feige ist, einen Boxkampf mit Putin selbst auszutragen. Ne, diesen Scheiss spare ich mir. Ich lese diesen Mist nicht! Nein! Die Amis können ihr Müll-Propaganda die TOilette runter spülen -so ists!
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    4. Antwort von Albert Planta, Chur
      Naja, ich weiss schon: Hass macht blind.
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    5. Antwort von Björn Christen, Bern
      Dreier, mehr als Sie kann man sich gar nicht blamieren als Sie mit diesem Posting. Aus purem Amerika-Hass wird einfach bestritten, dass es im Nordirak riesige Erdöl- und Erdgasvorräte. Warum glauben Sie geht es dieser Region relativ gut - etwa vom Kamelhandel? Wenn Sie einen Artikel schon nicht lesen, dann ersparen Sie uns wenigstens Ihren Kommentar. Danke.
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